Mo, 21. Jänner 2019

Flüchtlinge von Bord

15.08.2018 16:53

Irrfahrt zu Ende: Aquarius in Malta eingelaufen

Nach tagelanger Irrfahrt auf dem Mittelmeer ist das Rettungsschiff Aquarius am Mittwoch in Malta eingetroffen. Das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen mit 141 Flüchtlingen an Bord kam am Nachmittag im Hafen der Hauptstadt Valletta an. Am Dienstag hatten sich fünf EU-Staaten zur Aufnahme der Flüchtlinge bereit erklärt.

Die Einigung von Malta und den fünf EU-Staaten sieht vor, dass die Aquarius-Flüchtlinge von Valletta aus nach Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Portugal und Spanien gebracht werden. Sie stammen überwiegend aus den afrikanischen Krisenstaaten Somalia und Eritrea, deren Bürger in der Regel gute Chancen auf Asyl haben.

Hilfsorganisation: „Zeichen, dass die Länder verstanden haben“
Die Hilfsorganisation SOS Mediterranee begrüßte die Einigung. „Die Tatsache, dass es eine Abstimmung zwischen einer Reihe wichtiger EU-Länder gibt, ist ein positives Zeichen, dass die Länder verstanden haben, dass das ein gemeinsames Problem ist“, sagte der Einsatzleiter der Hilfsorganisation, die das Schiff mitbetreibt, Frederic Penard. Er sprach von einem „ersten Schritt“, zeigte sich aber zugleich abwartend hinsichtlich der Details der Einigung.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen zeigte sich „erleichtert“, dass ein sicherer Ort für die 141 Menschen gefunden wurde, die am vergangenen Freitag auf dem Mittelmeer gerettet wurden. Zugleich wurde die Forderung nach „dauerhaften tragfähigen Lösungen zur Bewältigung der humanitären Krisen im zentralen Mittelmeer“ erhoben.

UNHCR fordert „Klarheit und Vorhersagbarkeit“
Auch das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) begrüßte die Einigung und mahnte zugleich nachhaltigere Lösungen an. UNO-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi forderte ein Abkommen, das „Klarheit und Vorhersagbarkeit schafft, wo Flüchtlingsschiffe anlegen können“.

Die Geschäftsführerin von SOS Mediterranee in Deutschland, Verena Papke, kündigte neue Hilfseinsätze der Aquarius an. Das Schiff werde „so bald wie möglich wieder in den Rettungseinsatz rausfahren“.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Superstar als Joker
Barcelona besiegt Leganes vor allem dank Messi!
Fußball International
Braucht nur ein Tor
Bald-36-Jähriger neuer Rekordaspirant in Italien
Fußball International
Gegen Fulham
Tor in 92. Minute! Tottenham siegt auch ohne Kane
Fußball International
Finale knapp verloren
Super! Hockey-Juniorinnen holen Silber bei EM
Sport-Mix
England-Aufschrei
Vom eigenen Fan getreten, wo es am meisten Weh tut
Fußball International
Schalke erkämpft Sieg
2:1! Caligiuri und Schöpf fertigen Wolfsburg ab
Fußball International
Per Heli ins Spital
Unfall auf Skipiste: Bub (6) schwer verletzt
Steiermark
Zwei Tino-Assists
3:1! Lazaro und Co. spielen „Club“ schwindlig!
Fußball International
Bestes Weltcupresultat
Friedrich holt Igls-Double - Treichl im Vierer 9.
Wintersport
3:0 bei Trainerlosen
Mancity gibt sich gegen Huddersfield keine Blöße!
Fußball International
„Wie viele noch?“
Große Wut und tiefe Trauer nach Mord an Manuela
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.