Di, 14. August 2018

Kommission tagt

10.08.2018 14:47

Pflegeskandal: Jetzt werden Mitarbeiter befragt

Die Kommission zur Prüfung der Misshandlungsvorwürfe im Grazer LKH Süd West Standort Süd unter dem Vorsitz des Grazer Altbürgermeisters Alfred Stingl (SPÖ) hat sich am Freitag konstituiert und ihren Arbeitsplan präsentiert. Ein Zwischenbericht soll mit Jahresende fertig sein. Stingl und seine sechs Mitstreiter wollen auch die Klinik-Mitarbeiter mit einbeziehen und vertrauliche Gespräche führen.

Eines der ersten Vorhaben der Kommission sei das Zusammentreffen mit Klinikleitung und Personalvertretung. „Diese soll bewusst an unsere Seite treten, auch um dem Personal zu sagen, bitte tut da mit. Und wir wollen auf freiwilliger Basis Gesprächskontakt mit Pflegerinnen und Pflegern“.

Wie lange die Kommission tätig sein werde, hänge auch von den Ergebnissen des Zwischenberichts ab, sagte Drexler. Er lade alle Mitarbeiter ein, sich zu melden, wenn es Wahrnehmungen gebe. Auf die Frage, wohin sich Mitarbeiter wenden könnten, sagte Patientenombudsfrau Skledar: „Unsere Stelle eignet sich sehr gut dazu. Es hat ja auch schon Kontakte gegeben.“

Neben Stingl sind in der unabhängigen Kommission vertreten: Generaloberin Mutter Buonaventura Holzmann vom Elisabethinen-Krankenhaus Graz, Johannes Koinig, stellvertretender Abteilungsleiter beim Gesundheitsfonds Steiermark, Christa Rados, Abteilungsvorständin im Landeskrankenhaus Villach und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Erwin Schwentner, der ehemalige Senatspräsident des Oberlandesgerichts Graz, Ingrid Tscherner, Richterin am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz und Pflegeombudsfrau Renate Skledar.

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