Mo, 20. August 2018

Munition explodierte

08.08.2018 09:28

Feuerinferno in Wohnhaus: Es war Brandstiftung!

Es war ein wahres Inferno: Vor etwas mehr als zwei Wochen gingen im steirischen Kapfenberg ein Wirtschaftsgebäude und ein angrenzendes Wohnhaus in Flammen auf, aufgrund der dort gelagerten Munition kam es zu zahlreichen Explosionen. Auch Granaten hatte der frühere Besitzer gebunkert (mehr dazu hier). Nun steht es fest: Es handelte sich um Brandstiftung!

Das zweistöckige Einfamilienhaus - nur etwa 50 Meter vom Böhler-Stahlwerk entfernt - steht seit zwei Jahren leer. Der frühere Besitzer starb 2016 im Alter von 84 Jahren, sein Sohn bereits vier Jahre zuvor. Beide waren leidenschaftliche Jäger und Sportschützen. Nachbarn erzählen, dass die Männer zahlreiche Gewehre und Pistolen besaßen - und dazu haufenweise Munition. Zudem sammelten sie Kriegsrelikte. Die Patronen wurden in der Scheune deponiert. Das Wohnhaus selbst war vermüllt.

Kurz nach Mitternacht brach der Brand aus. Während der Löscharbeiten kam es immer wieder zu Detonationen. Den Helfern flog sogar eine Granate entgegen. 

Suche nach Täter läuft
Nachdem die von den Spezialisten des Landeskriminalamts Steiermark durchgeführte Brandursachenermittlung ergab, dass das Feuer mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Brandstiftung zurückzuführen ist, wird nun versucht, den unbekannten Täter auszuforschen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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