Di, 18. Dezember 2018

Auch Granaten gefunden

20.07.2018 08:48

Kritischer Einsatz: Munition bei Brand explodiert

Rund 100 Feuerwehrleute standen in der Nacht auf Freitag bei einem Brand eines derzeit unbewohnten Hauses im obersteirischen Kapfenberg im Einsatz. Bei den Löscharbeiten wurden Granaten, die aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg stammen dürften, sowie Gewehr- und Pistolenmunition gefunden. Es kam immer wieder zu kleineren und größeren Explosionen. Bei einer Detonation wurde den Einsatzkräften eine Granate entgegengeschleudert.

Das zweistöckige Einfamilienhaus - nur etwa 50 Meter vom Böhler-Stahlwerk entfernt - steht seit zwei Jahren leer. Der frühere Besitzer starb 2016 im Alter von 84 Jahren, sein Sohn bereits vier Jahre zuvor. Beide waren leidenschaftliche Jäger und Sportschützen. Nachbarn erzählen, dass sie zahlreiche Gewehre und Pistolen besaßen - und dazu haufenweise Munition. Zudem sammelten sie Kriegsrelikte. Die Patronen wurden in der Scheune deponiert. Das Wohnhaus selbst war vermüllt.

Kurz nach Mitternacht brach der Brand aus, dessen Ursache noch unklar ist - von Brandstiftung bis zur Selbstentzündung ist alles möglich. Während der Löscharbeiten kam es immer wieder zu Detonationen. Nachdem den Helfern sogar eine Granate entgegenflog, zogen sie sich zurück und versuchten, die Löscharbeiten „statisch“ weiterzuführen. Das heißt, sie ließen die Wasserwerfer unbemannt, damit sich keiner der Feuerwehrmänner in Gefahr befindet.

Neben den Feuerwehren standen auch Rettung sowie Gas- und Elektroversorgungsunternehmen im Einsatz. Laut Polizeisprecher Markus Lamb mussten zwei betagte Nachbarn ihr Wohnhaus nebenan verlassen, damit sie nicht in Gefahr sind. Es gab zum Glück keine Verletzten.

Die niedergebrannten Reste der Gebäude sind nach den Löscharbeiten voll mit Wasser und Schlamm. Die Spurensuche in den Trümmern wird herausfordern, auch ein Bagger wird nötig sein.

 krone.at
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