Mi, 15. August 2018

Wieder in der Schweiz

05.08.2018 14:21

20 Todesopfer bei Absturz von Oldtimer-Flugzeug

In den Schweizer Alpen ist am Samstag ein fast 80 Jahre altes Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52 abgestürzt. Beim Crash seien insgesamt 20 Menschen ums Leben gekommen, bestätigte die Polizei am Sonntagnachmittag. Die Unglücksstelle lag abgelegen in den Bergen Graubündens auf 2500 Metern Höhe. 

Die Maschine gehörte der Ju-Air, die touristische Rundflüge anbietet. „Das Team der Ju-Air ist tief traurig und denkt an die Passagiere, die Crew und Familien und Freunde der Verunglückten“, teilte das Unternehmen mit. Der Flugbetrieb werde bis auf Weiteres eingestellt. Die Maschinen sind im Volksmund als „Tante Ju“ bekannt und werden oft zu Geburtstagen oder Jubiläen von Familien, Firmen oder Vereinen gebucht.

Absturz auf 2540 Meter Seehöhe
Die Kantonspolizei Graubünden stellte für Sonntagnachmittag nähere Angaben in Aussicht. Sie hatte am Samstag zunächst lediglich den Absturz an der Westflanke des Berges Piz Segnas gemeldet, auf etwa 2540 Metern Höhe. Rettungs- und Bergungskräfte stiegen mit mehreren Hubschraubern auf. Die Bergungsarbeiten wurden am Sonntag fortgesetzt.

Die Maschine hat Platz für 17 Passagiere, zwei Piloten und ein weiteres Besatzungsmitglied. Sie stammte aus dem Jahr 1939. Ju-Air gehört einem Verein von Freunden der schweizerischen Luftwaffe (VFL), der 1981 die drei von der Luftwaffe ausgemusterten Maschinen übernommen hatte. Sie hat vom Militärflughafen Dübendorf aus - etwa zehn Kilometer nordöstlich von Zürich - seitdem nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Passagiere geflogen.

Familie stürzte mit Kleinflugzeug ab
Am Samstag war außerdem bei Hergiswil - rund zehn Kilometer südlich von Luzern am Vierwaldstättersee - ein Flugzeug abgestürzt. Eine vierköpfige Familie aus der Region mit zwei minderjährigen Kindern kam dabei ums Leben, wie die Polizei in Nidwalden berichtete.

Durch den Absturz des Flugzeugs vom Typ Socata TB-10 fing das Umland Feuer. Ein Löschhelikopter musste diesen Brand zuerst löschen, bevor sich die Einsatzkräfte vor Ort begeben konnten. Das Flugzeugwrack, das um 9.45 Uhr auf dem Flugplatz Kägiswil (Kanton Obwalden) gestartet war, brannte völlig aus.

Dünnere Luft durch die Hitze
Schweizer Medien zitierten Flugexperten mit Spekulationen, dass die Hitze bei den Unglücken eine Rolle gespielt haben könnte. Bei Hitze sei die Luft dünner, was die Leistung von Maschinen beeinträchtigte. Ju-Air und Polizei machten zunächst keine Angaben zu den Ursachen der beiden Unglücke.

 krone.at
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