Drogen, Waffenverbotszone und Jugendbanden: Hat der berüchtigte Reumannplatz in Wien-Favoriten seinen schlechten Ruf verdient? krone.tv wollte sich davon selbst überzeugen. Teil 1 der Reportage beschäftigt sich unter anderem mit der Angst der Anrainer.
An zwei Tagen hat krone.tv insgesamt 16 Stunden auf dem Reumannplatz verbracht und mit Anrainern, Unternehmern und auch Drogendealern gesprochen.
Herausforderungen des Zusammenlebens
Dabei war das TV-Team nicht nur am Tag unterwegs, auch in der Nacht hat es beide Augen und Ohren offen gehalten. Herausgekommen ist nicht nur eine Reportage über die Probleme auf dem Reumannplatz selbst, sondern eine Sozialstudie über Herausforderungen des Zusammenlebens in Österreich.
„Immer ein Kopftuch in der Tasche“
Eine Anrainerin berichtet: „Wenn ich das Haus verlasse, habe ich immer ein Kopftuch in der Tasche.“ Auf die Frage nach dem Warum? Antwortete sie: „Aus Sicherheitsgründen.“ Anrainerin Maria hat auch eine Theorie zur Gewalt: „Ein Drittel der Menschen hier kommt aus einem anderen Kulturkreis. Wenn die untereinander Streit haben, dann greifen sie zum Messer. Das ist, glaub ich, so Brauch.“
Das Problem mit den Drogen
Was viele Interviewpartner als Problem anführen, ist die ausufernde Drogenszene. Eine Mitarbeiterin des Bades: „Hier wird Tag und Nacht ganz offen gedealt. Das trägt viel zur Aggressivität unter den Jugendlichen bei.“ Cannabis, Kokain und Schmerzmittel sind die Bestseller. Doch die Drogenszene ist auch Symptom eines anderen Problems.
So geben die Drogendealer nach anfänglicher Scheu und Abneigung gegenüber der krone.tv-Crew Einblicke in ihr Leben. Einer von ihnen berichtet, dass ihm nur der Handel mit Drogen als Einnahmequelle bleibe. Er warte schon seit zwei Jahren auf eine Arbeitsbewilligung und habe schließlich eine Familie in Syrien zu ernähren.
Teil 1 der Reportage „Tatort Reumannplatz“ sehen Sie oben im Video!
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