In der Schweiz gefasst

Falschtanken verriet flüchtigen Subener Häftling

Zu acht Überfällen war er mit einem Porsche Cayenne gefahren, während der Haft in der Strafanstalt Suben nützte er einen Freigang zur Flucht, stahl einen Ford Galaxy Diesel. Weil er diesen in Deutschland mit Benzin betankte und stehen lassen musste, kamen ihm Zielfahnder rasch auf die Spur, fassten den Flüchtigen.

Der 36-jährige Mazedonier hatte - wie bereits berichtet - bei einem Freigang aus der Subener Haft in der Schärdinger Berufsschule Autoschlüssel gestohlen, war dann mit dem erbeuteten Ford 435 Kilometer weit bis nach Singen nahe des Bodensees gekommen. Dort musste er den Beutewagen nach falscher Betankung stehen lassen.

Strafhaft wegen sieben Überfällen
Damit hatten die Fahnder eine erste Spur zum Flüchtigen, den sie nun in der Schweiz vermuteten. Denn der Mazedonier hatte dort bei seiner betuchten Mutter gewohnt, bis diese plötzlich verschwand. Zur Geldbeschaffung überfiel der Sohn erst eine Schweizer Bank, flüchtete dann mit dem Porsche Cayenne seiner Mutter nach Österreich, wo er sieben Geschäfte und Tankstellen überfiel. Er geriet rasch unter Verdacht, wurde in Ungarn gefasst. Ein Schweizer Gericht verurteilte ihn zu zwei, ein St. Pöltener Gericht im Jänner 2015 zu zusätzlichen sieben Jahren Haft, die er zuletzt in der Strafanstalt Suben verbüßte.

Von Zielfahndern in der Schweiz ausgeforscht
Dank der bekannten Fluchtrichtung wurde der Häftling von Zielfahndern aus Oberösterreich und der Schweizer Polizei in Buch im Schweizer Kanton Schaffhausen ausgeforscht. Er ist derzeit in Auslieferungshaft.

Johann Haginger/Kronen-Zeitung

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