Do, 16. August 2018

Tempo 80

01.07.2018 21:07

Dickes Plus an Strafgeldern

Um rund ein Drittel haben die Geldbußen wegen Verstößen gegen das Tempolimit beim „Luft 80er“ im vergangenen Jahr zugenommen - und damit 300.000 Euro in die Kassen der Stadt gespült. Mit Verkehrsstrafen verdient sich die Mozartstadt ein goldenes Näschen: Alleine 2017 waren es rund 5,7 Millionen Euro.

Stolze 303.216,63 Euro kassierte die Stadt im vergangenen Jahr von Temposündern im Bereich des umstrittenen Luft-80ers ab - das geht aus dem jetzt veröffentlichten  Rechnungsabschluss 2017 hervor. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von rund 30 Prozent! 2016 lagen die Einnahmen aus 80er-Strafen nämlich noch bei rund 228.000 Euro.

Hauptverantwortlich für diesen starken Anstieg ist aus Sicht von SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger die Verwirrung der Autofahrer über die flexiblen Vorschriften. „Ich merke das ja selbst, wenn ich vom Messezentrum komme. Mal gilt 80, mal  gilt 100. Kein Mensch kennt sich aus.“ Aus seiner Sicht sei das eine ungerechte Falle, in die die Autofahrer zwangsläufig tappen müssen - auch wenn sie sonst immer vorbildlich unterwegs sind.

Über das klingende Geschäft mit den Strafgeldern ärgert sich auch NEOS-Klubchef Lukas Rößlhuber und spricht gegenüber der „Krone“ von einer „Melkkuh Autofahrer“: „Alle Jahre wieder kann sich der Bürgermeister über satte 5,7 Millionen Euro an Verkehrsstrafen freuen.“  Die NEOS fordern daher schon länger eine Zweckwidmung von Strafgeldern für den Öffi-Verkehr.

Die Einnahmen aus den Parkgebühren stiegen hingegen  nur schwach an, was auch daran liegen dürfte, dass viele Parkautomaten stark in die Jahre gekommen oder defekt sind. Sie sollen wie berichtet von neuen Kombi-Geräten abgelöst werden, über die  künftig auch Bus-Tickets bezogen werden können. Erfreulich: Immer öfter verwenden Autofahrer inzwischen das digitale Handy-Parken.

Anna Dobler
Anna Dobler

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