Mo, 16. Juli 2018

Nicht mehr in U-Haft

23.06.2018 14:09

Meißelmörder ist nicht zurechnungsfähig

Jener 25-jährige Nigerianer, der im Mai im niederösterreichischen Maria Enzersdorf einen anderen Asylwerber mit einem Meißel erschlagen und das Werkzeug nach spielenden Kindern geworfen haben soll, ist laut Gutachter nicht zurechnungsfähig. Die Untersuchungshaft wurde am Freitag in eine vorläufige Anhaltung umgewandelt, bestätigte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.

Das schriftliche psychiatrische Gutachten zum 25-Jährigen liege zwar noch nicht vor, die erste Einschätzung des Sachverständigen deute aber „darauf hin, dass er zu den Tatzeitpunkten zurechnungsunfähig war“, sagte Habitzl. Eine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wäre demnach möglich. Laut Gutachter leidet der 25-Jährige an paranoider Schizophrenie und ist nach wie vor aggressiv, sodass Gefahr von ihm ausgeht, schreibt der „Kurier“.

In Asylunterkunft 26-Jährigen aus Bangladesch getötet
Der 25-Jährige steht im Verdacht, in der Nacht auf den 3. Mai einen 26-Jährigen aus Bangladesch in einer Asylunterkunft, in die er eigentlich nicht mehr hätte kommen dürfen, getötet zu haben. Die Obduktion bestätigte, dass das Opfer „mittels massiver stumpfer und komprimierter Gewalteinwirkung“ ums Leben kam. Danach flüchtete der 25-Jährige, wurde einen Tag später in einem Park festgenommen, wo er auf Bäume eingestochen und den Meißel, wohl die Tatwaffe, auf einem Spielplatz nach Kindern geworfen haben soll. Bei seiner Festnahme verletzte der Asylwerber zwei Polizisten.

Blut auf Schuhen des Verdächtigen stammt vom Opfer
Ein DNA-Gutachten habe den dringenden Tatverdacht laut Habitzl inzwischen bestätigt: Das Blut, das sich am Schuh des 25-Jährigen befand, stammt laut Abgleich vom 26-jährigen Opfer. Auch auf dem Meißel wurde DNA sichergestellt.

Infolge der Bluttat kündigte Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) an, Asylwerber aus der Unterkunft in andere Quartiere zu verlegen. Anfang dieser Woche mussten die ersten Bewohner umziehen. Die Verlegung sorgte für Diskussionen.

 krone.at
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