Von Bluttat verwirrt

Mit Meißel Asylwerber getötet, dann Kinder bedroht

Österreich
04.05.2018 22:28

Dramatische Wende im Fall des gefährlichen Zwischenfalls auf einem Kinderspielplatz im niederösterreichischen Maria Enzersdorf: Jener Nigerianer, der am Donnerstag mehrere Kinder mit einem Steinmeißel bedrohte, ist offenbar ein Mörder, das Werkzeug die Tatwaffe! Der 25-Jährige dürfte für die äußerst beunruhigenden Szenen auf dem Spielplatz gesorgt haben, weil er nach der Bluttat wohl noch unter Schock stand.

Zuerst wurde der Nigerianer festgenommen, da er am Donnerstag auf einem Spielplatz in Maria Enzersdorf - wie berichtet - mit einem Steinmeißel auf Kinder losgegangen war. Dann der Knalleffekt: Ermittlungen ergaben, dass der Afrikaner nur Stunden zuvor in seiner Unterkunft einen Asylwerber (26) erschlagen haben soll!

Zunächst zwei Bewohner aus Afghanistan verletzt
Ein Zeuge, der gesehen hatte, wie der Afrikaner auf Bäume eingestochen hatte, lieferte den entscheidenden Hinweis. Denn auf den Schuhen des Verdächtigen fanden sich Blutspuren des erschlagenen Mannes aus Bangladesch. Der 26-Jährige war in derselben Unterkunft in St. Gabriel getötet worden, der der Taverdächtige am Dienstag verwiesen worden war. Er hatte zwei weitere Bewohner aus Afghanistan in dem Asylquartier mittels Faustschlägen verletzt. Alarmierte Polizisten erstatteten Anzeige wegen Körperverletzung und sprachen ein Betretungsverbot aus.

(Bild: APA/HANS PUNZ (Symbolbild))

Offenbar hielt sich der Nigerianer aber nicht daran, denn in der Nacht auf Donnerstag wurde die Leiche des mit einem schweren Gegenstand getöteten Bangladeschi gefunden. DNA-Tests sowie medizinische Erhebungen ergaben laut Polizeisprecher Johann Baumschlager, dass der Afrikaner, der die Kinder verbal bedroht und mit dem Meißel beworfen haben soll, nur Stunden zuvor gemordet haben dürfte - mit eben diesem Werkzeug. Der 25-Jährige bestreitet den Tatvorwurf.

Bei Festnahme zwei Polizisten verletzt
Die erschrockenen Kinder blieben unverletzt. Zwei Polizisten erlitten allerdings leichte Verletzungen, als der Nigerianer bei der Personendurchsuchung auf dem Freizeitgelände, wo er von mehreren Polizeistreifen nach dem Anruf des Zeugen auf einer Bank sitzend vorgefunden worden war, auf die Beamten einschlug und einem Polizisten einen Kopfstoß versetzte. Den Meißel hatte der 25-Jährige bei sich.

Christoph Matzl, Kronen Zeitung, und krone.at

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