Sa, 17. November 2018

550 Tonnen schwer

13.06.2018 05:00

Ein Stahl-Gerippe für das Dach der Schwimm-Halle

Es erinnert fast an einen Lego-Bausatz: In verhältnismäßig kleinen Teilen werden die acht Meter „kurzen“ Stahlträger angeliefert und auf der Baustelle des Paracelsus-Bades in Salzburg mit 13.000 Schrauben zu einem 550 Tonnen schweren „Skelett“ verbaut. So entsteht das Dach für die bereits erkennbare Schwimmhalle.

Stockwerk für Stockwerk wächst das neue Paracelsus-Bad in der Salzburger Neustadt in die Höhe. Der Rohbau steht soweit, die Becken sind grundsätzlich fertig, sogar der neue Sprungturm schon betoniert. Einzig der umgedrehte Besen samt Österreich-Fahne hoch oben auf der Baustelle lässt erahnen: Noch gab es keine Gleichenfeier...

Weil derzeit noch eifrig am Dach für die künftige Bade-Landschaft gearbeitet wird. Eines mit einer ganz speziellen, ausgetüftelten Stahl-Konstruktion.  Mit 35 Metern Spannweite, stützenfrei. 550 Tonnen Stahl werden dafür verbaut, „mehr wie bei der neuen Eichstraßenbrücke in Salzburg-Gnigl“, wie SIG-Geschäftsführer und Baudirektor Alexander Schrank erklärt. Bis September soll das Dach fertig sein.

Mehr als in der Statik liegen die Herausforderungen für den Stahl-Bau aber in der Logistik. Normalerweise werden Stahlträger in durchaus größeren Stücken geliefert und verbaut. Nicht aber bei der innerstädtisch gelegenen Baustelle: „Das Gewicht der Einzelstücke darf die Kapazität der drei Hochkräne nicht übersteigen. Daher wurden kleinteiligere Lösungen ausgearbeitet“, erklärt Arnold Schmitzer vom der Baumanagement-Firma „pm1“, zuständig für die Bauaufsicht. Heißt konkret: Die „kleinen“ Stahlteile werden direkt auf der Baustelle zu dem großen Dach zusammengebaut, 13.000 Schrauben allein dafür verarbeitet. An dem Stahl-Skelett wird dann die gesamte Glas- und Paneel-fassade befestigt. Dazu kommen auf 6000 Quadratmeter spezieller Brand- und Korrosionsschutz. Auf dem Gerippe entstehen dann Wellness- und Sauna-Bereich.

„Wir liegen voll im Kosten- und Zeitplan“, freut sich auch Vizebürgermeister Bernhard Auinger über den Fortschritt des Paracelsus-Bades (siehe Paracelsusbad ist voll im Plan). Im Sommer 2019 sollen das Kurhaus, Hallenbad und Sauna plangemäß übergeben werden. Die Kosten lieget derzeit bei knapp 58 Millionen Euro. (siehe auch Paracelsusbad kostet 53 Millionen).

Max Grill
Max Grill

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