Do, 15. November 2018

Syrer (19) geständig

28.05.2018 19:04

Nun zweite Festnahme nach Bluttat in Schallmoos

Noch am Sonntag klickten die Handschellen, bestätigte die Polizei-Sprecherin Nina Laubichler. Offenbar ist der 19-Jährige der mutmaßliche Messer-Angreifer, der vor einer Woche einen Landsmann (31) in Salzburg-Schallmoos niederstach. Der bisherige Hauptverdächtige, ebenfalls ein Syrer (21), bleibt aber hinter Gittern.

Der dringliche Tatverdacht lautet auf versuchter Mord, bestätigt Marcus Neher, Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft auf Nachfrage der „Krone“. Der Syrer wurde in die Justizanstalt Puch-Urstein gebracht. Die U-Haft wurde beantragt - über diese entscheidet noch das Landesgericht Salzburg im Rahmen einer Haftprüfung. Das Opfer hatte den nun Gefassten schwer belastet: Deswegen erließ die Anklagebehörde eine Festnahmeanordnung. Der Zugriff erfolgte im Salzburger Stadtteil Schallmoos - unweit vom Tatort in der Bayerhamerstraße entfernt.

Hauptverdächtiger (19) gestand Messerattacke

Laut Polizei legte der  Tatverdächtige bereits ein Geständnis ab. Die Tatwaffe habe er in die Salzach geworfen, sagte der Asylwerber im Verhör.  Dabei hatte er den Beamten wenige Tage zuvor noch anderes erzählt: Da sah er sich nämlich als Streitschlichter, der selbst an der Hand Schnittverletzungen abbekam und kurz im Krankenhaus behandelt wurde. Doch erst als das Opfer   wieder bei Kräften war und eine Aussage machen konnte, kam die Exekutive der Wahrheit einen Schritt näher. So stellte sich heraus, dass beide Beschuldigten - der 21- und der 19-Jährige - Drogen-Schulden beim Opfer eintreiben wollten.

Es ging um 370 Euro. Da der 31-Jährige offenbar nicht zahlen konnte, griff der 19-Jährige zu einem Messer und rammte dieses in den Bauch seines Kontrahenten, geht aus den bisherigen Ermittlungsangaben hervor. Zudem soll der 21-Jährige seinen jüngeren Komplizen regelrecht angefeuert haben: „Gib ihm noch eine“, soll er gerufen haben. Doch der 19-Jährige beließ es scheinbar bei einem Stich.

Deshalb wird dem asylberechtigten Älteren auch der Versuch der Anstiftung zur absichtlich schweren Körperverletzung angelastet - sowie der Vorwurf der  schweren Nötigung. Er ist nach wie vor in U-Haft.

Das Opfer hat selbst nur dank einer Not-Operation überlebt, die Klinik-Sprecherin sprach nach dem Vorfall  von voraussichtlich bleibenden Schäden. Kurz nach der Bluttat, am Vormittag des vergangenen Dienstags, hat der 31-Jährige selbst die Polizei gerufen und blutüberströmt zumindest den Namen des 21-Jährigen nennen können.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Aufschrei im Internet
Pfarre verjagt geliebte Friedhofskatze „Blacky“
Oberösterreich
Glänzende Kurven
Sarina Nowak funkelt in einem Hauch von Nichts
Video Stars & Society
Rund 10 Millionen Euro
Am Sonntag wartet dritter Lotto-Sechsfachjackpot!
Österreich
Nicht zu glauben!
Test-Fiasko! Schweiz blamiert sich gegen Katar
Fußball International
Eklat bei Bayern
TV-Experten geohrfeigt: Ribery entschuldigt sich
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.