Die beiden beim Lawinenunglück am Finsterkopf im Salzburger Großarltal tödlich verunglückten Tiroler standen viele Jahre selbst als aktive Bergretter für andere im Einsatz. Nicht nur in ihrem Heimatort Waidring (Bezirk Kitzbühel) herrscht seither große Bestürzung und Trauer.
Seit dem Lawinendrama von Samstag sind die Bergretter der Ortsstelle Waidring geschockt. Kein Wunder: Zwei der Toten, ein 63-jähriger und ein 65-jähriger Waidringer, gehörten seit mehreren Jahrzehnten der Bergrettung Waidring an.
Sie standen als aktive Bergretter zahlreiche Male im Einsatz. „Wir haben gute Freunde und Kameraden verloren“, heißt es tief betroffen aus der Ortsstelle Waidring.
Ihr Tod ist ein tiefer Einschnitt im Dorfleben von Waidring und in der Tiroler Bergrettung. Die Bergrettung leidet mit den Angehörigen und Kameraden mit.

Ekkehard Wimmer, Landesleiter Bergrettung Tirol
Bild: Christof Birbaumer
Schock im ganzen Bezirk
„Sie waren erfahrene Alpinisten und engagierte Kameraden, die sich uneigennützig für die Sicherheit anderer im alpinen Raum eingesetzt haben“, bestätigt auch Stefan Kurz- Lindner, Bezirksleiter der Bergrettung Kitzbühel. Und weiter: „Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten den Familien, Angehörigen und Freunden der Toten.“
Weit über die Ortsgrenzen bekannt
Doch die Trauer geht über die Orts- und Bezirksgrenzen hinaus. Ekkehard Wimmer, Landesleiter der Bergrettung Tirol aus dem benachbarten Walchsee, kannte die zwei Opfer persönlich. „Es ist besonders tragisch, dass zwei so aktive Menschen aus dem Leben scheiden mussten“, zeigt er sich bestürzt.
Tiefer Einschnitt in Bergrettung Tirol
„Sie waren, wie ich weiß, im Dorf im Vereinsleben sehr engagiert und weithin bekannt. Ihr Tod stellt einen tiefen Einschnitt in Waidring und in der gesamten Tiroler Bergrettung dar. Die Bergrettung leidet mit den Angehörigen und den Kameraden der Ortsstelle mit.“
Opfer war Obmann des örtlichen Alpenvereins
Das Lawinendrama traf bekanntlich eine geführte Tour des Österreichischen Alpenvereins im Rahmen einer Ausbildung – ausgerechnet zum Thema „Skitouren 1x1 & Notfall Lawine“. Das 63-jährige Opfer war Obmann der AV-Sektion Waidring, der 65-Jährige gehörte dem Ausschuss der örtlichen Sektion an. Kein Wunder, dass die Zeit in Waidring beinahe stillzustehen scheint.
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