Zinsberger unbelohnt

Bitter! Bayern-Frauen verlieren Elferkrimi

Bittere Niederlage für die Frauen des FC Bayern! Manuela Zinsberger und Carina Weninger verloren mit den Münchnerinnen im DFB-Pokalfinale gegen Wolfsburg erst im Elfmeterschießen mit 2:3. Torhüterin Manuela Zinsberger blieb trotz starker Leistung unbelohnt. Die Niederösterreicherin parierte zwei Elfmeter.

Der VfL Wolfsburg hat sich das Double gesichert. Die als Meister feststehenden Wolfsburgerinnen setzten sich am Samstag im Cup-Endspiel in Köln gegen Bayern München in einem Elfmeterkrimi mit 3:2 durch und fixierten ihren vierten Triumph in Folge. Bei den Verliererinnen spielten Manuela Zinsberger und Carina Wenninger durch. Nach 120 Minuten war es 0:0 gestanden.

Glanzleistung von Zinsberger
Zinsberger parierte vor 17.000 Zuschauern in der Heimstätte des 1. FC Köln im Elfmeterschießen zwei Versuche, das war am Ende aber zu wenig, da gleich bei drei Münchnerinnen die Nerven nicht mitspielten. Wenninger trat nicht an, ihre ÖFB-Teamkollegin Viktoria Schnaderbeck verfolgte die Partie nur von der Bank aus.

2012 bleibt damit der bisher einzige Cupsieg der Bayern, sie zogen wie 1988 und 1990 im Finale den Kürzeren. Damit wird es auch nichts aus einer Doppel-Titelfeier am Sonntag in München. Das Herrenteam rund um ÖFB-Star David Alaba kämpfte am Abend in Berlin gegen Eintracht Frankfurt um den Titel.

Wenninger und Zinsberger standen bei den ersten beiden Großchancen gleich im Mittelpunkt. Nach einem Gestocher im Strafraum kam Wenninger zwar zum Abschluss, der fiel aber zu schwach aus und konnte von Wolfsburg-Torfrau Almuth Schult pariert werden (18.). Wolfsburg konterte sofort, Zinsberger zeigte bei einem Schuss von Caroline Graham Hansen eine Glanzparade (19.). Dann war wieder Bayern an der Reihe, Schult lenkte einen Rolser-Abschluss via Latte über das Tor (21.). Auf der anderen Seite musste neuerlich Zinsberger ihre Klasse zeigen, diesmal bei einem Abschluss von Ewa Pajor mit einer Fußabwehr (43.).

Nach dem Seitenwechsel drückte Wolfsburg vehement auf die Führung, blieb im Abschluss aber glücklos. Die Bayern kamen erst im Finish der regulären Spielzeit wieder besser ins Spiel, am Ergebnis änderte sich nichts mehr. In der Verlängerung blieben Großchancen aus, die Entscheidung musste daher vom Punkt fallen. Für Wolfsburg war es der fünfte Titel nach 2013, 2015, 2016 und 2017, alle bisherigen Finali wurden gewonnen. Am Donnerstag geht es für das deutsche Aushängeschild noch um das Triple, da ist in Kiew im Champions-League-Finale Olympique Lyon der Gegner.

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