Aus Forschungszentrum

Waffenfähiges Plutonium in den USA verschwunden

Ausland
07.05.2018 09:39

Eine Universität im US-Staat Idaho, die auch ein Nuklearforschungszentrum betreibt, hat vor Kurzem die nationale Atomregulierungsbehörde alarmiert, nachdem das Fehlen einer geringen Menge an waffenfähigem Plutonium bekannt geworden war. Die verschwundene Menge ist mit einem Gramm zwar nicht sehr groß, reicht aber laut der Nuclear Regulatory Commission durchaus für den Bau einer „schmutzigen Bombe“.

US-Medienberichten zufolge war das Fehlen des Nuklearmaterials einem Labormitarbeiter während einer Inventur im Vorjahr aufgefallen. Im Zuge einer intensiven Durchsicht aller Dokumente sei die betroffene Forschungsabteilung der University of Idaho auf Belege aus dem Jahr 2003 bzw. 2004 gestoßen, die auf eine Entsorgung hinwiesen. Allerdings konnte der fachgerechte Entsorgungsweg, der stets penibel protokolliert wird, nicht mehr nachvollzogen werden.

Universität: „Kein Risiko für die öffentliche Sicherheit“
Cornelis Van der Schyf, Vizedirektor der Nuklearforschungsabteilung, führt das Fehlen auf „unvollständige Papiere“ zurück. „Weil eben kein entsprechendes Protokoll darüber vorhanden ist, mussten wir ein Fehlen vermelden“, erklärte Van der Schyf am Wochenende gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Gleichzeitig versuchte der Wissenschaftler zu beruhigen: „Das betroffene radioaktive Material stellt weder eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit noch ein Risiko für die öffentliche Sicherheit dar.“

Wegen der Causa muss die Forschungseinrichtung nun 8500 US-Dollar (rund 7100 Euro) Strafe zahlen.

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