Mi, 15. August 2018

10.000 in Gefahr

04.05.2018 21:31

Vulkanausbruch auf Hawaii: Lava in Wohngebieten

Nach mehreren heftigen Erdbeben in den vergangenen Tagen ist der Vulkan Kilauea auf Hawaii ausgebrochen. Da in Wohngebieten ebenfalls Lava aus Bodenrissen hervorquoll (siehe Videos oben und unten), wurden 10.000 Bewohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben. Der Gouverneur rief den Notstand im betroffenen County aus. Big Island ist die größte der acht Hauptinseln Hawaiis. Der Kilauea ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Am Freitag bebte die Erde erneut.

Wegen der auf Wohngebiete zufließenden Lava mussten inzwischen mehr als 1000 Menschen ihre Häuser verlassen, Hunderte befinden sich derzeit in Notunterkünften. Die Behörden warnten zudem vor gefährlichen Schwefelgasen.

Video: Aufnahmen zeigen Lavaströme auf Hawaii

Gouverneur David Ige mobilisierte die Nationalgarde. „Bitte seien Sie wachsam und bereiten Sie sich jetzt darauf vor, Ihre Familie in Sicherheit zu bringen“, erklärte Ige auf Twitter.

Der Vulkan brach gegen 16.45 Uhr am Donnerstag Ortszeit (Freitag 04.45 Uhr MESZ) aus. In der sogenannten Östlichen Riftzone der Insel bildeten sich mehrere Risse im Boden, aus denen zunächst heißer, weißer Dampf und blauer Rauch austraten.

Die Behörden warnten vor giftigen Gasen, die auch tödlich sein könnten. Als Folge der Eruption sei zudem mit Bränden und weiteren Erdstößen zu rechnen. Lavaströme verursachten bereits mehrere Waldbrände und zerstörten auch Häuser. 

Zwei weitere Erdbegen nach Ausbruch
Am Freitag bebte die Erde erneut: Die US-Erdbebenwarte meldete am Freitagabend Ortszeit Beben der Stärke 5,4 und 6,9 im Abstand von nur einer Stunde. Berichten zufolge flohen Menschen in Panik aus Gebäuden ins Freie, doch wurden zunächst keine Schäden oder Verletzten gemeldet. Laut dem Nachrichtenportal „Hawaii News Now“ handelte es sich bei dem zweiten Beben um das stärkste, das seit 1975 auf Hawaii gemessen wurde.

Die Geologin Janet Babb vom Vulkan-Oberservatorium auf Hawaii sagte, Experten hätten in der Riftzone schon seit Montag aufsteigendes Magma in einer Erdspalte beobachtet. Weitere Ausbrüche seien jederzeit möglich. Nach Angaben des Senators Brian Schatz stellte die US-Katastrophenschutzbehörde Fema Ressourcen bereit, um auch auf mögliche Waldbrände, Stromausfälle und Probleme mit der Wasserversorgung zu reagieren.

 krone.at
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