Das 7:2 geht dennoch "nur" als dritthöchster Sieg im Oberhaus in die Klubhistorie ein. Im Herbst 1954 gewannen die "Falken" zu Hause gegen SW Bregenz sogar 7:0 und zwei Jahre später auswärts gegen den Kremser SC 6:0. In der Bundesliga waren das 5:2 am 22. November 2008 in Salzburg und das 4:1 am 20. März 2009 daheim gegen den LASK das bisher größte Glücksgefühl gewesen.
Dementsprechend gefeiert wurde in der Obersteiermark, wurde doch auch für das 0:4-Debakel aus dem ersten Saison-Durchgang am 7. August in Linz erfolgreich Revanche am LASK genommen. "Man kann sich das nicht vorstellen, dass man zuerst in 13 Spielen nur acht Tore erzielt und dann in einer Partie gleich siebenmal trifft", sagte KSV-Trainer Werder Gregortisch (Bild) euphorisch und sprach seinen Schützlingen ein Pauschallob aus.
Glazleistung von Marek Heinz
Besonders freute sich der Feldherr, dass Marek Heinz endlich jene Leistung gezeigt hat, die man bisher von ihm nur im Training gesehen habe. "Das war eine Weltklasseleistung", befand Gregoritsch, und der Gelobte bestätigte seinen Chef. "Das war mein bestes Spiel, seit ich hier bin. Das Spiel hat mir sehr viel Spaß gemacht, neun Tore sieht man sonst nur im Eishockey", meinte der Tscheche, der das wichtige 3:2 und 4:2 erzielt hatte.
Neben seinen ersten beiden Liga-Treffern im KSV-Dress war auch der Ausschluss von LASK-Torjäger Roman Wallner kurz vor der Pause mitentscheidend für das Resultat. "Die Rote Karte war eine komische Entscheidung, nach der wir aber alles im Griff hatten", sagte Heinz, der sich als hängende Spitze wohler fühlt, weil er da nicht so zurücklaufen müsse. Wie sein Coach ("Wir werden jetzt nicht in Euphorie verfallen") bleibt er auf dem Boden.
Fassungslosigkeit beim LASK
Ebenso groß wie die Freude im KSV-Lager über das Schützenfest war die Fassungslosigkeit über das Debakel in den LASK-Reihen. Für die Athletiker war es die höchste Bundesliga-Niederlage seit dem 0:5 am 15. November 2008 in Hütteldorfer gegen Rapid. "Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte aus der Hand gegeben. Nach der Pause sind wir total verunsichert aus der Kabine gekommen. Dass wir uns aber so aufgeben, das ist ein Skandal, da fehlen mir die Worte", resümierte LASK-Keeper Michael Zaglmair.
Ein Knackpunkt in der Partie war neben dem Doppelpack von Heinz auch der Ausschluss von Wallner kurz vor der Pause beim Stande von 2:4. Der Stürmer, der zur 1:0-Führung, zum 2:2 getroffen und so seine Saisonausbeute auf zwölf Tore erhöht hatte, sagte über das verrückte Match: "Wenn man 2:7 verliert, weiß ich nicht, ob mein Ausschluss entscheidend war. Es war eine unfaire Aktion von Gregoritsch, weil er den Ausschluss mitbeeinflusst hat." Wallner wird am Sonntag im Heimspiel gegen Rapid fehlen.
Sein Trainer Matthias Hamann analysierte das Gebotene so: "Über die zweite Hälfte brauchen wir nicht mehr zu diskutieren, in Unterzahl und jeder Schuss ein Treffer - da hätte man sogar Schlimmeres befürchten müssen." Von seiner Kritik nahm er keinen Beteiligten aus...








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