Mi, 18. Juli 2018

Kaltfront von Westen

04.04.2018 21:01

Kälte-Knick vermiest uns kurz den Frühling

Der März war heuer einer der kältesten und trübsten der vergangenen Jahre. Umso mehr freut es, dass der Frühling endlich bei uns angekommen ist. Doch der April macht seinem Ruf am Donnerstag alle Ehre und sorgt mit einer Kaltfront von Westen für reichlich Abkühlung. Einzig vom Weinviertel bis in die Südsteiermark sind mit etwas Sonne noch bis zu 17 Grad möglich.

Laut dem Wetterdienst Ubimet werden nur noch zehn bis 15 Grad erreicht, in den Hochtälern der Alpen halten vorübergehend einstellige Höchstwerte Einzug. „Mit der Kaltfront ziehen auch einige Regenschauer durch“, so Meteorologe Manfred Spatzierer. „Für die Vegetation sind diese Gold wert, allen Frühlingspflanzen steht somit ein kräftiger Wachstumsschub bevor.“ Doch schon am Freitag kommt der Frühling zurück: Im Westen erwärmt sich die Luft sogar bis auf 20 Grad.

Dass der März heuer besonders kalt war, bestätigt die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Demnach lag die Temperatur um 1,4 Grad unter dem Durchschnitt. Zudem war die Sonne viel seltener zu sehen als normal, der Niederschlag war ungleich verteilt.

Minus 23,4 Grad in Niederösterreich
„Ähnlich kühl war der März in den Jahren 2004 und 2005. Noch etwas kälter war es 2006 und 2013“, so ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. Heuer waren die lokalen Unterschiede sehr groß. Kältepol unter 1000 Metern Seehöhe war Klausen-Leopoldsdorf in Niederösterreich mit minus 23,4 Grad am 1. März. Die höchste Temperatur des Monats verzeichnete Weyer in Oberösterreich mit 19,2 Grad am 11. März.

Die relativ kältesten Regionen des Landes, mit Abweichungen von minus 1,5 bis minus 2,7 Grad, waren große Teile Oberösterreichs, Niederösterreich, Wien, das Burgenland sowie die südliche Steiermark. In Salzburg, der Obersteiermark, Kärnten und Osttirol verlief der März um 0,5 bis 1,5 Grad kälter als das klimatologische Mittel. Nur etwas kälter bzw. ausgeglichen war der März 2018 (minus 0,5 bis 0,5 Grad), in Vorarlberg und Nordtirol.

Sonnenärmster März seit neun Jahren
Die Sonne ließ sich dagegen österreichweit sehr selten blicken. Es gab 19 Prozent weniger Sonnenstunden als in einem durchschnittlichen März, was den Monat zum sonnenärmsten seit 2009 macht. Der meiste Sonnenschein des Monats wurden mit 147 Stunden an der ZAMG-Wetterstation in Sillian in Osttirol registriert. In der Südsteiermark, der trübsten Region des Landes, liegen die Abweichungen sogar bei 30 bis 40 Prozent.

Das kalt-trübe Wetter wirkte sich auch auf die Pflanzen aus. Der Vorfrühling schritt nur zögerlich voran, womit die Vegetation aktuell etwa zwei bis drei Wochen hinter dem Durchschnitt liegt.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.