Fr, 19. Oktober 2018

Geständnis abgelegt

03.04.2018 07:06

Vermeintliches Opfer als Feuerteufel überführt

Der Brand eines alten Hauses im obersteirischen St. Marein im Mürztal ist geklärt. Der Besitzer gestand, selbst das Feuer gelegt zu haben. Das Haus stand ihm im Weg ...

Noch am Donnerstag hatte sich der 34-Jährige im Gespräch mit der „Krone“ als Opfer eines Brandstifters bezeichnet und beklagt, dass seine Sicherheitsmaßnahmen - versperrte Türen und Kontrollgänge - wirkungslos geblieben seien.

Am Sonntag gegen 19.30 Uhr brach im Ortsteil Frauenberg erneut ein Brand aus, diesmal 500 Meter vom Anwesen entfernt auf einem Wiesen- und Waldgrund. Erneut war der 34-Jährige als Erster zur Stelle. Was weiter geschah, war eine kriminalistische Meisterleistung der Polizeiinspektion St. Marein. In der taktisch geschickt geführten Befragung verwickelte sich der Steirer in Widersprüche.

Auch Elternhaus angezündet
„Dann hat er gestanden, den Brand gelegt zu haben“, berichtet ein erhebender Beamter: „Er gab außerdem zu, am 28. März das unbewohnte Elternhaus angezündet und am Tag zuvor im Gebäude zwei Glutnester gelegt zu haben.“ Mit dem Großbrand im - versicherten - Stall am 1. Jänner will er aber nichts zu tun haben, da streitet er alle Vorwürfe ab.

Der Steirer hätte schon bald einen neuen Stall bekommen, doch beim Bau war ihm das (seit 1987 unbewohnte) Elternhaus im Weg. Laut seinen Angaben kostete die Entsorgung des - nicht versicherten - Gebäudes viel Geld, und somit war der Brand eine praktische Lösung. Den Wald- und Wiesenbrand habe er gelegt, um von sich abzulenken.

Der Verdächtige ist seit Ostermontag in Haft.

Manfred Niederl
Manfred Niederl

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