Der Präsident der Profiliga (LFP), Frederic Thiriez, wies die Kritik von Fans und Medien zurück, die kurzfristige Absage sei zum Teil Schuld an den Ausschreitungen. "Clasico wurde zum Fiasko", titelte die Zeitung "Le Parisien", während die "L'Equipe" von einem "Gewaltfieber" schrieb, bei dem die Liga "Hauptangeklagte" sei. Auch Marseilles Bürgermeister Jean-Claude Gaudin sagte, er bedauere, dass die Spielabsage so spät erfolgt sei.
"Intellektueller Betrug"
Thiriez entgegnete, die Vorwürfe seien "intellektueller Betrug". Die Kämpfe zwischen den Fans seien im Voraus arrangiert worden. Die Ärztliche Kommission der Liga habe eine Verschiebung der Partie dringend empfohlen. "Was hätte man denn gesagt, wenn das Spiel stattgefunden hätte und das gesamte Team von Marseille angesteckt worden wäre? Es hätte einen Aufschrei gegeben", betonte Thiriez.
Nach Polizeiangaben wurden bei den Zusammenstößen in der Nähe des Hauptbahnhofes und des alten Hafens von Marseille mindestens 12 Menschen verletzt und 16 festgenommen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Massen auseinanderzutreiben. Ein Foto zeigt einen Fan, der einen anderen mit einem Messer bewirft. "Nur eine Person ist verantwortlich", meinte am Montag PSG-Fansprecher Philippe Pereira im französischen Fernsehen in Anspielung auf Thiriez.










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.