Herr Doktor Götz, in Kärnten soll es 2010 nur noch 39 Postämter geben.
Götz: Sagt wer? Ich versichere Ihnen, dass dieses Geheimpapier nicht aus der österreichischen Post kommt. Das ist eine reine Phantasieliste – immerhin werden auch sehr gute Filialen genannt!
Wann ist eine Filiale gut?
Götz: Wenn sie schwarze Zahlen schreibt. Die 30 Postämter, die wir in Kärnten fix durch Postpartner ersetzen, sind seit Jahren tief in den roten Zahlen. Daher der Entschluss, sie zu schließen.
Wie viele defizitäre Postämter hat Kärnten denn?
Götz: Das darf ich nicht sagen. Die Aufsichtsratssitzung mit den Zahlen und Plänen für 2010 findet erst im Dezember statt.
Nochmals: Gibt es weitere Schließungsvorhaben?
Götz: Derzeit nicht – aber auch keine Garantien dafür, dass es nie passieren kann. Wir müssen sehen, wie sich die Wirtschaft weiter entwickelt. Die Krise bekommen wir doch stark zu spüren – viele Unternehmen sparen beim Postversand.
Viele Kärntner fürchten, dass sie von der Post ausgehungert werden.
Götz: Wir bleiben in den Gemeinden, halten die Versorgung auf jeden Fall aufrecht.
Wie läuft denn die Postpartnersuche im Land?
Götz: Gut. In jeder betroffenen Gemeinde gibt es zumindest Interessenten. Aber wir prüfen da ja ganz genau die Bonität und alles – immerhin werden da auch Erlagscheine gezahlt. Die Post muss in guten Händen sein.
Interview: Kerstin Wassermann ("Kärntner Krone")









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