Mi, 19. Dezember 2018

Nach Zittersieg

18.03.2018 11:24

Federer mit Rekordstart - nun wartet Del Potro

Tennisstar Roger Federer hat am Samstag auch sein 17. Saisonspiel gewonnen und sich in Indian Wells mit einem 5:7,6:4,6:4-Erfolg über den Kroaten Borna Coric für das Finale von Indian Wells qualifiziert. Dort wartet am Sonntag Juan Martin Del Potro, der sich gegen den Kanadier Milos Raonic 6:2,6:3 durchsetzte und damit Dominic Thiem in der Weltrangliste an die siebente Stelle verdrängen wird.

Lange deutete aber wenig bis gar nichts auf den Erfolg von Roger Federer hin, denn Coric spielte groß auf. Federer fand kein Rezept gegen die Winkel und die Länge in den Grundschlägen des Weltranglisten-49. Nach 75 Minuten hatte der Außenseiter mehr als die Hälfte aller Grundlinienduelle für sich entschieden. Coric führte 7:5, 4:2, nur zwei zu gewinnende Aufschlagspiele trennten ihn von der Überraschung.

Aber Federer schlug noch einmal zurück. Man denke in diesen Momenten ans „Überleben“ und suche einen Weg, irgendwie im Spiel zu bleiben, erklärte der 36-Jährige danach. „Ich versuchte, weniger Fehler zu machen. Ich hoffte, dass mir der Gegner auch helfen würde, dass er womöglich nervös wird und somit selber mehr Fehler produzierte.“

Genau das geschah. Coric baute ab. Nach dem 7:5,4:2 brachte er drei Aufschlagspiele in Folge nicht mehr durch. Dennoch führte der Kroate auch im Entscheidungssatz noch zweimal mit Breakvorsprung (1:0 und 4:3). Bei 4:3 und eigenem Aufschlag hatte der 21-Jährige zwei Spielbälle zum 5:3. Aber wieder fand Federer die Lösung und den Ausweg. Der Schweizer gewann die letzten elf Ballwechsel und sicherte sich so nach zwei Stunden und 20 Minuten den Finaleinzug. Beim Matchball entschied das Video-Replay zugunsten Federers.

„Es war extrem schwierig, diese Partie noch zu gewinnen“, erklärte Federer. „Ich hatte auch Glück. An die Siegesserie denkst du während so eines Spiels keinen Augenblick lang. Andererseits sind derartige Siege viel befriedigender, als wenn alles wie aus einem Guss läuft.“

„Ist immer alles möglich“
Im Endspiel ging es für den Schweizer am Sonntag (nicht vor 21 Uhr) gegen den Argentinier Del Potro, der mit Raonic kurzen Prozess machte. Federer: „Del Potro schlägt extrem gut auf. Er stellte in Indian Wells in den letzten Tagen auch eine starke Form unter Beweis. In einem Spiel auf nur zwei Gewinnsätze ist immer alles möglich. Ich muss im Finale besser spielen als gegen Borna Coric.“

Gegen Del Potro, der sich im Ranking von der achten zumindest an die sechste Stelle verbessern und damit an Thiem vorbeiziehen wird, führt Federer in den Direktbegegnungen mit 18:6. Von den vergangenen neun Duellen gewann der Argentinier aber immerhin vier, unter anderem auch das Viertelfinale bei den US Open 2017. Die jüngsten beiden Aufeinandertreffen in Schanghai und Basel gewann aber - jeweils nach Satzrücksand - wieder Federer.

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