Sturzbetrunken war Rudolf K. am Abend auf seine Frau losgegangen, soll sie vor den vier Kindern gewürgt und wüst beschimpft haben – bis schließlich die Polizei eintraf. „Der Mann ließ sich von uns überreden, die Wohnung zu verlassen. Als er aber die Schlüssel herausgeben sollte, drehte er völlig durch“, berichtete ein Polizist jetzt im Landesgericht. Der Gewalttäter ging auf zwei Beamte los und verletzte einen am Daumen. Im Verwahrungsraum ließ er seine Wut schließlich am Mobiliar aus und richtete knapp 300 Euro Schaden an.
"Die Dame war am Hals stark gerötet"
"Ich hatte finanzielle Probleme, war Tag und Nacht unterwegs, um meine Firma zu retten. Mein Vater war todkrank, und dann hat mir meine Gattin auch noch eine Affäre unterstellt. Es war einfach zu viel", beteuerte der Angeklagte in Eisenstadt. Und: Er habe seine Frau zwar heftig an den Armen gepackt, aber nicht gewürgt.
Das sehen die zur Hilfe gerufenen Polizisten anders: "Die Dame war am Hals stark gerötet." Das Opfer selbst wollte nicht aussagen. "Ich habe keine Kontrolle über mich, wenn ich Alkohol getrunken habe. Seit dem Vorfall bin ich in Therapie", beteuerte der 36-Jährige. Das Urteil von Richter Wolfgang Rauter: ein Jahr Haft, davon acht Monate bedingt.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
Symbolbild (gestellte Szene)









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.