Trotzdem Jubel in Wels

Modeshops sind in Innenstädten aus Mode gekommen

Oberösterreich
16.03.2018 06:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nur noch 4,2 Prozent der Geschäftsflächen in der Welser Innenstadt stehen leer. Vor wenigen Jahren lag die Quote bei zehn Prozent. Eine Sorge ist geblieben: Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein.

„Der E-Commerce wildert und zieht eine rote Spur durch alle Städte“, stellt Innenstadt-Experte Hannes Lindner fest. Besonders spürbar ist das in der Modebranche. Seit 2014 ist der Anteil an den Geschäften in den Citys von 35,7 auf 31,9 Prozent gefallen. „Auch der Handel befindet sich in einer abwartenden Position. Die Unsicherheit bei der Standortentscheidung ist spürbar“, so Lindner.

Rückgang bei Filialen
 Aus seiner Sicht ist die Spitze beim „Filialisierungsgrad “ bereits erreicht worden. 2017 lag dieser in den 22 größten Städten Österreichs bei 39,9 Prozent. Das ist gegenüber 2016 ein Minus von 0,4 Prozent.

Weniger Leerstände
 Erfreulich ist der Rückgang von Leerständen in vielen Städten. In der Welser Innenstadt stehen nur noch 4,2 Prozent der Verkaufsflächen frei. „Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Anstrengung und hat sehr viel mit der Gründung des Wirtschaftsservice Wels zu tun“, freut sich ÖVP-Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner.

55 Neueröffnungen im Vorjahr
 Letztes Jahr haben in der Innenstadt 55 neue Shops eröffnet. Insgesamt stehen in der Messestadt 50.400 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung. Rund ein Fünftel davon befindet sich in absoluter Top-Lage. Zum Vergleich: In Linz sind 78.000 der 138.000 Quadratmeter Geschäftsfläche „A-Klasse“. Der Leerstand liegt bei 4,9 Prozent. In Steyr stehen 6,2 Prozent der Geschäfte leer.

Mario Zeko

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