Woher kommt der Druck?
Der Druck, der bei dir ankommt, hat seinen Ursprung meist in den höchsten Etagen des Unternehmens. Dort werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Der Druck wird von ganz oben an die jeweils nächste Führungsebene, gegebenenfalls unter Androhung von Konsequenzen, weitergegeben, bis er schlussendlich in den operativen Ebenen ankommt – bei den Mitarbeitern. Du siehst dich plötzlich mit einer Situation konfrontiert, in der du indirekt das Schicksal deiner Firma auf deinen Schultern trägst. Es wird mehr Leistung, mehr Einsatz von dir gefordert - oder die Bereitschaft, auf etwas zu verzichten: Lohn bzw. Gehalt, Zeitausgleich, Urlaub.
Doch nicht nur das Verantwortungsgefühl deiner Firma gegenüber wird in dieser Zeit stark strapaziert. Hinzu kommen persönliche Ängste: "Was, wenn ich ihnen nicht mehr gut genug bin?", "Was, wenn sie meine Abteilung auflösen?" – dann droht die Arbeitslosigkeit und damit auch finanzielle sowie meist familiäre Probleme. Und mit diesem Pack an Sorgen und Ängsten sollst du nun Bestleistungen erbringen – nichts leichter als das, oder?
Generell gibt es nur zwei Möglichkeiten, mit der Situation umzugehen: Konfrontation oder Flucht. Entweder du stellst dich der Herausforderung oder du versuchst, von dieser Belastung wegzukommen. In zweiterem Fall musst du so schnell wie möglich einen neuen Job finden, in dem du nach Möglichkeit in einem Unternehmen unterkommst, das wirtschaftlich bessergestellt ist. Das kann aber etwas dauern. In deinem gegenwärtigen Job gilt es zu kämpfen.
Selbstreflexion
Beobachte dich selbst und versuche, dich aus der Sicht eines Vorgesetzten zu beurteilen: Passt deine Leistung? Wo hast du Verbesserungspotenzial? Was müsstest du tun, um ein unverzichtbarer Mitarbeiter zu sein? Achte nun verstärkt darauf, deinen Job nicht nur 100-, sondern 110%ig zu erfüllen. Dazu gehört absolute Pünktlichkeit, viel mehr aber noch zuverlässige Leistungen, speziell wenn dein Chef dir Aufgaben aufträgt. Achte darauf, Deadlines einzuhalten. Überprüfe dich lieber zweimal, bevor dein Chef einen Fehler entdeckt. Sei engagiert, arbeite lösungsorientiert und versuche, nicht zu jammern. Dein Vorgesetzter sollte deine Loyalität der Firma gegenüber spüren.
Offene Aussprache
Kommst du alleine mit dem gefühlten Druck nicht klar, dann suche das offene Gespräch mit deinem Vorgesetzten. Bitte um eine ehrliche Auskunft und frage, wie es um deinen Arbeitsplatz steht. Und was du tun musst, um nicht gekündigt zu werden. Dadurch bekommst du konkretes Feedback, wie es denn wirklich um dich bestellt ist und was du tun musst. Bestätigt dir dein Vorgesetzter, dass dein Stuhl wackelt, dann hast du noch immer die Option, dich um eine neue Stelle umzusehen – und zwar rechtzeitig.










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