Als Grund für den Wahlbetrug – Egger hatte, wie berichtet, Stimmzettel gefälscht, obwohl er es für den Wahlsieg gar nicht nötig gehabt hätte – gibt der zurückgetretene Ex-Vizebürgermeister an, dass „er sich in den vergangenen Jahren mit ganzer Kraft der Gemeindearbeit gewidmet hatte, Persönliches blieb dabei auf der Strecke". Außerdem litt er schon während des Wahlkampfes an einem Burn-out-Syndrom, dessen Anzeichen er jedoch ignorierte.
"In psychisch labilem Zustand"
Der mit dem Wahlkampf verbundene Erwartungsdruck war dann so hoch, dass er ihm schließlich nicht mehr gewachsen war. Kurz nach der Wahl kam dann der mentale Zusammenbruch“, so Anwältin Julia Klatil: „Herr Egger steht zu seiner Tat, hat sich öffentlich dafür entschuldigt und Selbstanzeige erstattet. Aber er befindet sich in einem psychisch labilen Zustand.“
Der Abschlussbericht des BIA, des Büros für Innere Angelegenheiten, ist in Fertigstellung. Danach wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob Anklage erhoben wird. Eggers Anwältin Julia Klatil hält es jedoch auch für möglich, dass das Verfahren wegen ausreichender Klärung des Sachverhaltes und mangels weiterer Tatbegehungsgefahr sogar eingestellt werden könnte.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
Symbolbild










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