Fr, 22. Juni 2018

Schwierige Bergung

20.02.2018 15:28

Iran: Absturzort von Passagiermaschine gefunden

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben den Absturzort des Aseman-Air-Passagierflugzeugs gefunden, wie ein IRGC-Sprecher am Dienstag bestätigte. Ein Team des Roten Halbmonds soll laut Staatssender IRIB bereits in der Nähe des Absturzortes am Dena-Berg eingetroffen sein.

Die ATR-72 Maschine der Aseman Air war am Sonntag vor der Kleinstadt Semirom im Zentraliran gegen den Berg Dena geprallt. Es wird befürchtet, dass alle 59 bis 60 Insassen sowie die sechs Crew-Mitglieder starben. Um die Absturzursache zu klären, muss noch der Flugschreiber gefunden werden.


Wetter könnte Bergung beeinträchtigen
Nach Angaben der Behörden ist der Zugang zum Unglücksort auf 4000 Metern Höhe schwierig - besonders, da der Wetterdienst für Dienstagnachmittag und Mittwoch mit einem Schneesturm in der Dena-Region rechnete. Das schlechte Wetter könnte dazu führen, dass die Bergungsarbeiten unterbrochen werden.

Identifizierung der Leichen problematisch
Auch die Identifizierung der Leichen dürfte nach dem Aufprall nicht einfach sein. Die Behörden befürchten viele Leichenteile und auch einige bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leichen. Der Rote Halbmond geht davon aus, dass viele von ihnen nur per DNA-Test zu identifizieren sein werden.

Kritik an Transportminister
Im Transportministerium in Teheran warten Experten der zivilen Luftfahrtbehörde sowie eine Delegation des Flugzeugherstellers ATR aus Frankreich auf den Flugschreiber. Von dessen Auswertung hängt die Zukunft von Transportminister Abbas Achundi ab. In den sozialen Medien fordern viele Iraner den Rücktritt des Politikers. Die Luftfahrtbehörde hätte eine alte Maschine bei den Witterungsverhältnissen nicht starten lassen dürfen, so die Kritik.

 krone.at
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