Zittern um Sölden

Wird Traum-Herbst für Skiweltcup-Start zum Albtraum?

Tirol
04.10.2009 17:10
Am Montagnachmittag fliegen Benni Raich, Mario Matt & Co. im Privatjet von Innsbruck in die Hauptstadt zur Präsentation der neuen "Iglo"-Spots und gleich danach wieder zurück, um am Dienstag das Training für den Weltcup-Auftakt in knapp drei Wochen fortzusetzen: Aber der Traum-Herbst droht für die "Gletscher-Ouvertüre" von Sölden zum Albtraum zu werden.

Mario Matt sitzt auf dem Balkon seines neuen Hauses in Flirsch und blickt über den strahlend blauen Himmel nach Osten: In Richtung Ötztal, wo am letzten Oktober-Wochenende die neue Weltcup-Saison eröffnet werden soll. "Wenn sich vom Wetter her nicht bald was ändert", sagt der 30-jährige Slalom-Star skeptisch, "wird es ganz schwierig."

Manche seiner Rennläufer-Kollegen sehen das aber noch viel negativer. "Sölden ist schon gestorben", ist da sogar zu hören. Ein Blick auf die Wetterprognosen macht solche Aussagen irgendwo verständlich. Sie sind weiterhin außergewöhnlich gut, was für den Welctup-Auftakt wiederum sehr schlecht ist: Es bleibt für diese Jahreszeit viel zu warm, am Mittwoch soll die Quecksilbersäule sogar auf bis zu 27 Grad ansteigen.

Training nur oberhalb des Weltcup-Starts
Am Dienstag will auch Hermann Maier in Sölden endlich erstmals in dieser Vorbereitung Skifahren. Er wird dabei merken, dass dort an ein Rennen im Moment nicht zu denken ist. Und das Training ist nur oberhalb des Weltcup-Starts möglich, weiter unten geht gar nichts. Die Veranstalter bewahren trotzdem Ruhe. Noch. "Die Schneekanonen wären bereit. Wir bräuchten nur einmal niedrigere Temperaturen und dazu am besten etwas Niederschlag, dann wäre die Piste innerhalb von fünf, sechs Tagen fertig", sagt Rennleiter Rainer Gstrein. Allzu viel Zeit bleibt dafür aber nicht mehr.

Von Peter Frauneder, Kronen Zeitung
Symbolbild

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