So, 24. Juni 2018

Sportverbände positiv

15.02.2018 06:15

Schub für Olympia in Graz

Die großen Sportverbände sehen die Olympia-Bewerbung von Graz und Schladming prinzipiell positiv. Aber: Spiele ohne Gigantonomie und mehr Mittel für den Sport an sich sind wichtige Forderungen. Der Grazer VP-Sportstadtrat verspricht genau das. Die Kommunisten sammeln indes weiter Unterschriften für eine Volksbefragung zu Olympia – 1000 haben sie schon beisammen.

Die Bewerbung von Graz und Schladming (in Kooperation mit anderen Orten) für die Olympischen Winterspiele 2026 steckt noch in den Kinderschuhen. Die Kosten etwa sind noch völlig unklar. Entsprechend groß ist mancherorts die Skepsis.

Der Grazer VP-Bildungs- und Sportstadtrat Kurt Hohensinner lud darum am Aschermittwoch die Vertreter der wichtigsten Sportverbände zum Info-Abend. Hohensinner will Überzeugungsarbeit für die olympische Idee leisten.

Ja, aber…

Christian Purrer (ASVÖ), Stefan Herker (Sportunion) und Gerhard Widmann (ASKÖ) sind sich in ihrer Haltung einig: Sie sagen Ja zu Olympia, fordern aber Spiele ohne Gigantonomie und mehr Geld für die Sportvereine, die sich ja auch um den Breitensport kümmern.

Purrer: „Ich bin für Olympia, aber der regionale Sport muss gestärkt werden. Das beginnt beim Sport in der Schule. Die Politik muss sich darauf einigen, dass es mehr Geld für den Sport gibt. Wir brauchen keine gigantischen Bauten, man muss etwas für die Vereine tun. Das ist ja auch eine Investition in die Gesundheitsvorsorge.“

Keine Sportstätten-Expo

Herker: „Ich habe einen sehr positiven Zugang zu Olympia, aber der Sport muss insgesamt profitieren, das fängt schon im Kindergarten an. In den vergangenen Jahren sind Olympische Spiele ausgeartet in eine Sportstätten-Expo, es ist nur mehr um den Event gegangen, der Sport ist dabei untergegangen.“

Sportunion für Volksbefragung

Herker drängt allerdings auf eine Volksbefragung: „Wenn wir in den Fokus stellen können, dass etwas für den Sport im Allgemeinen gemacht wird, dass der Sport wichtig ist für die Menschen, wenn wir sparsame Spiele auf die Beine stellen, dann gibt es von der Bevölkerung meiner Ansicht nach auch ein Ja bei einer Volksbefragung.“

Widmann: „Sportler müssen im Mittelpunkt stehen!“

Widmann: „Ich bin prinzipiell positiv eingestellt, das ist eine gute Möglichkeit, dass wir uns in die internationale Auslage stellen. Aber die Sportler müssen im Mittelpunkt stehen, nicht riesige Bauten. Ganz wichtig ist, dass es ein Gesamtpaket für den heimischen Sport gibt. Viele Vereine leisten tolle Arbeit – ihnen muss man stärker unter die Arme greifen.“

Mehr Geld für die Sportvereine

Hohensinner verspricht genau das – Spiele, die den Sport in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken: „Wir wollen keine Gigantonomie, sondern bauen auf bestehender Infrastruktur auf. Wir erhöhen auch das Sport-Budget für die Vereine. Zehn Jahre war das Budget gleich, im Vorjahr wurde es auf 3,5 Millionen Euro aufgestockt, 2019 kommen 250.000 dazu, 2020 noch mal 500.000 Euro.“

Kommunisten sammeln weiter für Volksbefragung

Die Kommunisten von Elke Kahr machen indes weiter gegen Olympische Spiele mobil – 10.000 Unterschriften wollen die Kommunisten sammeln, um eine Volksbefragung einzuleiten. 1000 Unterschriften hat man schon beisammen.

Gerald Richter
Gerald Richter

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