Mo, 16. Juli 2018

Bundesumfrage

10.02.2018 19:27

„Statistik Austria“ verweigert: Strafe!

Weil er sich geweigert hatte, an einer Umfrage teilzunehmen, wurde ein Klagenfurter zu einer Geldstrafe verdonnert. Der junge Mann hatte nicht gewusst, dass die Interviewer vom Staat ausgesandt worden sind. Ihnen gegenüber ist jeder Bürger auskunftspflichtig. Antwortet man nicht, kann das bis zu 2180 Euro kosten.

Jeder ist schon aufgefordert worden, an einer Umfrage teilzunehmen. Da geht’s um Versicherungen, Banken, Elektronik, Lifestyle.  Und dabei darf man die Aussage verweigern.

Statistik Austria und Mikrozensus
Nicht so, wenn die „Statistik Austria“ anruft oder an die Tür klopft. Ihre Umfragen dienen nämlich dem Mikrozensus, also der statistischen Erhebung durch die Befragung einer gewissen Anzahl von Haushalten. Aber das weiß nicht jeder.

„Mein Privatleben geht keinem was an“
So wie Artur G. in Klagenfurt: „Man wollte mich zu meiner Wohnsituation befragen; ich bin aber jemand, der sein Privatleben für sich behält, und lehnte ab.“ Noch dazu, wo sich die Interviewer als Mitarbeiter der „Firma Statistik Austria“ vorgestellt hatten. „Ich wusste ja nicht, dass das was Amtliches ist“, meint G.

Behördlicher Auftrag
Albert Kreiner von der Kärntner Landesregierung: „Der Bund hat die Statistik Austria mit dem Hoheitsrecht belehnt, daher sind ihre Mitarbeiter in behördlichem Auftrag unterwegs. Viele Bürger wissen das jedoch nicht. Man sollte ihnen das in angemessener Art und Weise erklären, statt ihnen gleich mit Strafen zu drohen.“

Serina Babka
Serina Babka

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