Tom im Interview

NHL-Star Thomas Vanek: “Ziel ist das Play-off”

Sport
22.09.2009 12:01
Zweimal in Folge haben die Buffalo Sabres das Play-off in der NHL verpasst. Österreichs Eishockey-Star Thomas Vanek will dem ein Ende setzen. Der 25-jährige Steirer ordnet dem Mannschaftserfolg alles unter, trotz nur punktueller Änderungen im Team sieht er die Sabres stark genug dafür, wie er im Interview verrät. Nach einem kurzen Heimaturlaub im Juni bereitet er sich seit Ende August in Buffalo auf die kommende Saison vor.

Sie haben im Februar einen Kieferbruch erlitten und danach mit Gittermaske spielen müssen. Ist die Verletzung ausgeheilt?
Thomas Vanek: Ja, die Ärzte in Buffalo haben einen super Job gemacht. Vom Kiefer her ist alles ausgeheilt. Nach der Saison ist die Maske gleich weggekommen.

Haben Sie an der Vorbereitung etwas geändert? Worauf haben Sie besonders Wert gelegt?
Vanek: Ich habe viel auf Fitness Wert gelegt, weil die NHL von Jahr zu Jahr schneller wird und immer mehr junge Spieler kommen. Vor vier, fünf Jahren war noch mehr die Kraft wichtig, jetzt dreht sich alles um die Schnelligkeit. Die ersten Schritte sind wichtig.

Buffalo hat zweimal das Play-off verpasst. Wie sehen Sie die Situation heuer?
Vanek: Die letzten zwei Jahre waren große Enttäuschungen. Die Erwartungen sind wie jedes Jahr. Ziel ist das Play-off, dort kann dann alles passieren.

Worauf wird es ankommen, was muss die Mannschaft ändern?
Vanek: Wir haben immer gesagt, dass wir konsequenter spielen müssen. Das müssen wir jetzt endlich auch machen.

Obwohl Buffalo zweimal das Play-off verpasst hat, gab es keinen Umbruch, sondern nur punktuelle Änderungen im Kader. Wie stehen Sie dazu?
Vanek: Es hat sich nicht viel geändert, wir waren ja knapp dran. Buffalo draftet immer gut, das macht das Management immer so und wird in Buffalo auch so bleiben. Auf diese Spieler vertrauen sie. Wir haben eine gute Mannschaft. Wenn wir gut spielen, können wir mit jedem Gegner mithalten, wenn wir schlecht spielen, können wir gegen jeden verlieren. Das haben wir im Vorjahr gesehen.

Mit Mike Grier und Steve Montador sind zwei Spieler geholt worden, die als hart gelten. Hatte Buffalo da Defizite, wird Buffalo ab sofort härter spielen?
Vanek: Ich habe mit Grier schon gespielt, das Wichtigste ist, dass er Ruhe und Routine mitbringt. Er hat eine Mentalität, die uns hilft. Montador arbeitet hart, blockt Schüsse. Ich weiß nicht, ob wir härter sind, wir haben einfach zwei gute Spiele dazu bekommen.

Mit Teppo Numminen und Jaroslav Spacek hat ihr Team aber zwei routinierte Verteidiger verloren.
Vanek: Spacek tut sicher weh. Er war ein guter Teamkollege, super auf dem Eis, er hat viele Punkte gemacht. Dass er gegangen ist, war sehr hart. Und Teppo war ein guter Routinier.

Haben Sie sich heuer ein persönliches Ziel gesetzt?
Vanek: Ich setze mir keine Punkte als Ziel, sondern dass ich der Mannschaft helfe, ins Play-off zu kommen. Es ist nicht lustig, wenn du 82 Spiele machst und dann bist du im Play-off wieder nicht dabei.

Hatten Sie schon ein Gespräch mit Trainer Ruff über dessen Erwartungen und Pläne mit Ihnen?
Vanek: Es gab ein Gespräch mit der Mannschaft und ein kurzes mit mir. Er gibt mir alle Chancen, mehr Eiszeit, ich werde auch mehr in Unterzahl spielen. Dann wird man sehen, was passiert. Man will immer mehr, aber wenn es nicht passiert, dann ist es so. Ich werde mir darüber nicht den Kopf zerbrechen.

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