VP-Stadtvize Bernhard Baier stellte in der donnerstägigen Gemeinderatssitzung den Antrag, den Mona-Lisa-Tunnel zu Stoßzeiten nur noch einseitig befahren zu lassen. Dieser wurde mehrstimmig abgelehnt. Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein erklärt, warum das seiner Meinung nach auch richtig war.
„Wir haben sehr aktuelle Verkehrsdaten, die belegen eindeutig, dass dieser Vorschlag einen Mega-Stau in Ebelsberg auslösen würde“, schockt FP-Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein mit einem Horror-Szenario. Hein erklärt: „Im Rahmen der Erstellung der Studie ,Stauerhebung – Umfahrung Ebelsberg‘ wurden im Herbst 2016 umfangreiche Verkehrserhebungen durchgeführt.“ Welche schließlich ergaben, dass auch während der Stoßzeiten der Gegenverkehr im Mona-Lisa-Tunnel nicht unwesentlich ist. So wurden in den Morgenstunden zwischen 7 und 8 Uhr stadteinwärts im Schnitt knapp 1300 Fahrzeuge gezählt, stadtauswärts gut die Hälfte.
Rückstau-Situationen bis zur Neuen Welt
Wenn man stadtauswärts über Ebelsberg ausweichen müsste, würde der Verkehr im dortigen Zentrum um rund 150 Prozent ansteigen und spätestens bei der Kreuzung Wiener Straße/Kremsmünsterer Straße wohl völlig zum Erliegen kommen. „Es wäre von Rückstau-Situationen bis zur Neuen Welt auszugehen“, so Hein. Er meint, dass vor allem in der Abendspitze Auswirkungen bis auf die A 1 und A 7 zu befürchten wären. Pro Tag müsste jeder betroffene Autofahrer zudem sechs Kilometer Umweg in Kauf nehmen. Hochgerechnet aufs Jahr wären das 1500 Kilometer, was einer Entfernung von Linz bis Kiew entspricht . . .
Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung
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