So, 23. September 2018

krone.at-Test

04.02.2018 06:00

Helios 300: Wie stark ist Acers Gaming-Bestie?

Es gibt schlanke Laptops im dünnen Format, die sich prächtig für die Arbeit eignen, aber nicht für Games taugen. Und es gibt Gaming-Bestien, die viel Power in ein Laptop-Gehäuse packen und maximale Spiele-Leistung für unterwegs versprechen. Acers Predator Helios 300 zählt klar zur zweiten Kategorie. Wie viel Power der martialische Drei-Kilo-Bolide wirklich bietet, hat krone.at getestet.
Hier geht‘s zum Produkt. 

17,3 Zoll Diagonale, drei Kilo Gewicht, keine fünf Stunden Akkulaufzeit: Wer ein mobiles Arbeitsgerät sucht, gehört nicht zur Zielgruppe des Helios 300. Schon ein Blick auf das martialische Gehäuse mit rot markierten „WASD“-Tasten und roter Tastaturbeleuchtung macht klar, dass es sich hier um einen reinrassigen Gaming-Boliden handelt.

Den Predator Helios 300 gibt es in verschiedenen Varianten. Welche Hardware im von uns getesteten Modell steckt, erfahren Sie hier:

Acer Predator Helios 300

CPU

Core i7-7700HQ: 4 x 2,8 GHz

RAM

16 GB DDR4

Diagonale

17,3 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Massenspeicher

512 GB SSD

Optisches Laufwerk

Nicht vorhanden

Grafiklösung

Geforce GTX 1060, 6 GB GDDR5-RAM

Anschlüsse

SD-Kartenleser, HDMI, USB-C, USB 3.0, 2 x USB 2.0, Gigabit-Ethernet, Audioklinke

Funkstandards

Gigabit-WLAN, Bluetooth 4.0

Webcam

0,9 Megapixel

Akku

3220 mAh

Software

Windows 10 Home

Extras

Beleuchtete Tastatur

Gewicht

3 Kilo

Preis

ab 1560 Euro

Das Gespann aus potenten Core-i7-Chip, 16 Gigabyte DDR4-RAM und nicht minder potenter Nvidia-Grafik macht nicht nur auf dem Papier eine gute Figur, sondern überzeugt auch in der Praxis. Jagt man das System durch den Benchmark-Belastungstest PC Mark 10, der die generelle Systemleistung misst, erreicht es 4470 Punkte und liegt somit am Niveau vergleichbar ausgestatteter Notebooks.

Im 3DMark-„Time Spy“-Test, der vor allem die Grafikkarte belastet, schafft es 3722 Punkte. Das liegt zwar merklich unter Notebooks mit der noch stärkeren GTX 1070, solche Geräte kosten aber auch noch einmal deutlich mehr. Insgesamt Respektable Ergebnisse: Die meisten Notebooks haben nicht so viel Power.

Viel Gaming-Power, viel Hitze, laute Lüfter
In der Praxis bedeuten diese Leistungsdaten in Kombination mit der SSD einerseits flotte Systemstart- und Programmstartzeiten sowie problemloses Multi-Tasking. Andererseits reicht die gebotene Power auch für sonst am Laptop eher ungewöhnliche Tätigkeiten wie Bildbearbeitung und Videoschnitt.

Eine hohe Gaming-Performance – im Test stellte Acers Gaming-Bolide selbst aktuelle PC-Spiele à la „Wolfenstein II: The New Colossus“ in Full-HD-Auflösung bei jederzeit flüssiger Bildrate dar - versteht sich von selbst. Eine gute Ausgangsbasis, auch für kommende Spiele. Auch, wenn erwähnt werden muss, dass das Gerät im Gaming-Betrieb hörbar laut und an manchen Stellen des Gehäuses – im linken oberen Bereich der Tastatur und darüber – spürbar warm wird. Der Preis für die potenten Komponenten.

Blickwinkelstabiles mattes Display
Einen guten Eindruck hinterlässt das matte Full-HD-Display im Helios 300. Dank IPS-Technologie lässt es sich gut seitlich ablesen, überdies ist es arm an Spiegelungen und natürlich in der Farbdarstellung. Die maximale Helligkeit ist für den Inneneinsatz völlig ausreichend, draußen wird man das Helios 300 mit seiner geringen Akkulaufzeit wohl ohnedies selten erblicken.

Eine zusätzliche HDD schadet nicht
Die restliche Ausstattung geht in Ordnung, wenngleich wir angesichts von Spiele-Installationen, die heute oft 50 Gigabyte und mehr an Festplattenspeicher erfordern, im Zweifel zu einem Modell mit SSD und zusätzlicher Festplatte greifen würden.

Obwohl sie 512 Gigabyte Kapazität bietet, ist die SSD für die Installation vieler Games etwas klein bemessen, zumal sie auch noch Betriebssystem und Programme beherbergt. Auch die Anschlussausstattung hätte etwas umfangreicher ausfallen dürfen. Immerhin: Ein 2,5-Zoll-Festplattenschacht ist frei, der Speicher kann also ohne Probleme aufgerüstet werden.

Saubere Verarbeitung, stabiles Gehäuse
Die Verarbeitungsqualität gefällt: Das Plastikgehäuse – außen im gebürsteten Alu-Look - ist robust und steif, bietet durch sein mattes Finish nicht allzu viel Angriffsfläche für Fingerabdrücke. Die Tastatur könnte mechanische Tastaturen gewöhnten Gamern etwas zu wenig Hub bieten, ist aber für Laptop-Verhältnisse ordentlich. Und auch das Touchpad operiert präzise und fühlt sich sauber verarbeitet an.

Nicht besonders berühmt ist der Klang der internen Lautsprecher, er ist eher blechern und neigt bei hoher Lautstärke zum Verzerren. Angesichts der generell lauten Lüftergeräuschkulisse unter Last ist beim Spielen aber ohnehin ein Headset empfehlenswert.

Kurze Laufzeit, mitgelieferte Tuning-Software
Die Akkulaufzeit ist, wie zu erwarten, nicht berauschend. Der 3220-Milliamperestunden-Akku schafft es in Kombination mit der stromsparenden Intel-Onboardgrafik, die außerhalb von Games die Aufgabe der Geforce GTX 1060 übernimmt, etwas weniger als fünf Stunden WLAN-Surfen bereitzustellen. Gaming im Akkubetrieb ist fast unmöglich, hier geht dem Predator Helios 300 schon nach rund einer Stunde der Saft aus. Für Gamer, die das Gerät wohl ohnehin die meiste Zeit an einer Steckdose betreiben werden, ist das aber verschmerzbar.

Bei der Software gibt es wenig Überraschungen: Acer liefert den Helios 300 mit Windows 10 Home aus und spendiert obendrein noch ein Systemüberwachungs-Tool namens Predator Sense, mit dem Gamer Temperatur und Takt bei CPU und Grafikkarte überwachen dürfen. Im Fall der Grafikkarte gestattet das Tool auch kleinere Übertaktungen. Darüber hinaus ist Acers Gaming-Bolide erfreulich arm an Bloatware.

Fazit: Acers Predator Helios 300 ist ein gelungener Einstieg ins mobile Gaming. Die generelle System-Performance ist hoch, die Spiele-Leistung reicht für so ziemlich jedes aktuelle Game in Full-HD-Auflösung und hohem Detailgrad. Das Display ist arm an Spiegelungen und blickwinkelstabil, Stabilität und Verarbeitung passen. Die kurze Akkulaufzeit ist angesichts der Zielgruppe keine Überraschung. Die Geräusch- und Hitzeentwicklung und die zweckmäßigen Lautsprecher könnten Gamer, die nicht ohnehin mit Headset spielen, allerdings stören.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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