13. Platz vergeben

Lotus kehrt in die Formel 1 zurück

Sport
15.09.2009 12:00
Der 13. und letzte Startplatz der F1-WM 2010 ist am Dienstag an den britischen Rennstall Lotus vergeben worden. Laut FIA habe auch das Nachfolgeteam des aktuellen Arbeitgebers von Christian Klien, BMW Sauber, eine eindrucksvolle Bewerbung abgegeben. Aufgrund des Rückzugs von BMW seien die Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen Teamführung aber zu groß. Nur wenige Stunden nach der Ankündigung der Lotus-Rückkehr kam aus Bayern die Meldung, dass BWM Sauber an einen Schweizer Investor verkauft wurde.

Sauber wurde symbolisch der 14. Startplatz zugesprochen, das Team von Peter Sauber würde also im Fall eines Ausfalls eines anderen Rennstalls als erster Ersatz herangezogen werden. Auch eine andere Variante scheint für Sauber möglich, weil die FIA angekündigt hat, die Anzahl der teilnehmenden Rennställe auf 14 zu erhöhen. Den entsprechenden Antrag will der Verband so schnell wie möglich an die bestehenden Teams stellen.

Airline-Gründer als Teamchef
Das neue Lotus-Team stellt eine Partnerschaft zwischen der Regierung Malaysias und einem Konsortium malaysischer Unternehmer dar. Als Teamchef wird der erfolgreiche Unternehmer Tony Fernandes (siehe Foto) fungieren. Der 45-Jährige ist Gründer der Billig-Fluglinie Air Asia und laut Forbes-Magazin in der Liste der reichsten Malaysier auf Rang 15 zu finden.

Der Technische Direktor Mike Gascoyne weist mehr als 20 Jahre Formel-1-Erfahrung auf und hat diese Rolle auch bereits in den Teams von Force India, Toyota, Renault und Jordan ausgeübt. Motorenlieferant von Lotus wird Cosworth sein, die vorläufige Teambasis wird in Norfolk in Ost-England zehn Meilen von der Lotus-Autofabrik entfernt aufgeschlagen. Für die Zukunft will Lotus ein Team-Center am Rande der malaysischen Formel-1-Strecke in Sepang errichten.

BMW-Sauber-Team verkauft
Der bisherige Mehrheitseigner BMW gab am Dienstag den Verkauf von BMW Sauber bekannt. Käufer ist eine Investorengruppe namens Quadbak Investments, die ihren Sitz in der Schweiz hat und im Auftrag reicher Familien aus dem Mittleren Osten handelt. Über die Übernahmekosten wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Stiftung hatte im Juli für Aufsehen gesorgt, als sie den viertklassigen englischen Fußballclub Notts County übernahm und Ex-Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson als Sportchef verpflichtete.

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