05.01.2018 08:28 |

Vierschanzentournee

Adler stürzen 37 Tage vor Olympia in totale Krise

Österreichs Skispringer erlebten am Bergisel das nächste Debakel:  Nur drei Athleten im Finale, Michael Hayböck als bester ÖSV-Adler auf Rang zehn. Cheftrainer Heinz Kuttin zur Pleite: „Wir würden gerne anders dastehen!“

Von wegen „Schritt nach vorne“! Österreichs Adler stürzten beim Heimspringen in Innsbruck vor 16.300 Fans ab, standen bei Dauerregen da wie begossene Pudel. Mit Michael Hayböck landete der beste ÖSV-Adler auf Platz zehn, nur drei von elf Athleten schafften den Sprung in den zweiten Durchgang. Für Österreich war es die schlimmste Niederlage am Bergisel seit 2001.

Negativbestmarken
Von Österreichs Skispringern ist man Rekorde gewohnt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren knacken die heimischen Adler derzeit aber nur noch Negativbestmarken, kassieren Niederlage um Niederlage.

Auf das Neujahrs-Desaster in Garmisch-Partenkirchen folgte das Bergisel-Debakel in Innsbruck. Nur drei von elf Athleten im zweiten Durchgang, mit Michael Hayböck (10.) nur einer in den Top-10. So schlecht war Österreichs Adlerhorst zuletzt vor 17 Jahren!

"Scheiß Wettkampf"
„Das war wieder ein scheiß Wettkampf von uns“, sprach Stefan Kraft Klartext. Der Salzburger, zu Saisonbeginn noch der große Lichtblick im ÖSV-Team, manövrierte sich im neuen Jahr selbst in ein Tief, kam nicht über Rang 24 hinaus. „Bitter, dass es so ausgeht. Jetzt kriegen wir es gerade faustdick“, erklärte er.

Cheftrainer Heinz Kuttin fand zwar für Hayböck lobende Worte („Er kommt immer besser in Schwung, pfeift sich nichts“), übte sich ansonsten aber in Durchhalteparolen. „Wir würden gerne anders dastehen“, erklärte der Kärntner, der heute seinen 47. Geburtstag feiert. „Wir werden in Bischofshofen wieder unser Bestes versuchen, vielleicht kommt die Leichtigkeit zurück.“ Wirklich überzeugt davon scheint er allerdings nicht zu sein.

Christoph Nister, Kronen Zeitung

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