Mo, 23. Juli 2018

In Zügen aufgegriffen

03.01.2018 17:19

Brenner: 2894 illegale Flüchtlinge angezeigt

2017 sind acht Migranten pro Tag bei Kontrollen in Zügen und Bahnhöfen auf der Brennerstrecke angezeigt worden. Durchschnittlich wurden auf der Strecke zehn Züge pro Tag kontrolliert, teilte die italienische Bahnpolizei am Mittwoch in ihrem Jahresbericht mit. Im Grenzbereich kontrolliert die italienische Polizei gemeinsam mit den österreichischen und deutschen Behörden.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2894 illegal Eingereiste auf der Brennerstrecke angezeigt. Dabei handelte es sich um Menschen mit ungültigen oder gar keinen Papieren. Die Polizisten waren laut dem Bericht in 3386 Zügen auf der Strecke Trient-Brenner im Einsatz.

Mehr Kooperation angestrebt
Die Bahnpolizei bemühe sich um mehr Kooperation mit den Kollegen anderer Länder, mit dem Ziel, internationale Strategien für mehr Sicherheit an Bord der Züge und eine Stärkung des Informationsaustauschs zu entwickeln, hieß es.

Im Jahr 2016 hatte es noch rund 181.000 Ankünfte von Flüchtlingen in Italien gegeben, 2017 waren es "nur mehr" rund 119.000. Dies entspricht einem Rückgang von 34 Prozent, teilte das Innenministerium in Rom mit. Allein im Dezember sank die Zahl der Flüchtlinge gegenüber dem Vergleichsmonat 2016 um 73 Prozent auf 2268.

Tragischer Fall zu Weihnachten
Für Entsetzen sorgte Ende letzten Jahres ein tragischer Fall in der Nacht auf Weihnachten: Ein junger Flüchtling wurde tot auf einem Güterzug am Brenner entdeckt. Bei einer Kontrolle fanden Grenzbeamte den Verstorbenen, dem offenbar ein Stromschlag zum Verhängnis geworden war.

"Gipfeltreffen" von deutschem Verkehrsminister abgesagt
Das für den 8. Jänner geplante "Gipfeltreffen" unter der Leitung der EU-Kommission in München wegen des Lkw-Transits auf der brennerachse wird offenbar nicht stattfinden. Der deutsche Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) hat das Treffen überraschend abgesagt. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zeigte sich am Mittwoch darüber "einigermaßen überrascht". Er sei "grundsätzlich der Meinung, dass es vonseiten Deutschlands endlich Taten geben muss", erklärte Platter.  An dem Transit-Gipfel am 8. Jänner hätten Vertreter Österreichs, Deutschlands, Italiens, sowie Bayern, Tirol und Südtirol teilnehmen sollen. Die EU-Behörde wäre durch den EU-Koordinator für den Brennerbasistunnel (BBT), Pat Cox, vertreten worden.

 krone.at
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