24.12.2017 09:27 |

Böen, Explosionsgefahr

Dramatischer Feuerwehreinsatz bei Wohnhausbrand

Großeinsatz der Feuerwehr am Samstagabend im niederösterreichischen Maria Enzersdorf: In einem Wohnhaus war ein Brand ausgebrochen, der Besitzer konnte sich mit letzter Kraft auf die Terrasse im ersten Stock retten. Er wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Der Löscheinsatz gestaltete sich für die Helfer aufgrund der heftigen Sturmböen überaus schwierig. Für zwischenzeitliche Brisanz sorgte, dass in dem Haus etwa 30 verschiedene Waffen und auch Munition gelagert wurden. 

Gegen 19.30 Uhr wurden die freiwilligen Helfer zum Feuer in der Zwetschkenallee gerufen, wie die FF Maria Enzersdorf berichtete. Bei ihrer Ankunft schlugen bereits Flammen aus dem Einfamilienhaus, der Besitzer hatte sich gerade noch rechtzeitig selbst auf die Terrasse retten können. Sofort wurde das Opfer per Leiter aus dem Gefahrenbereich gebracht und dem Roten Kreuz übergeben. Der Mann wurde nach der Erstversorgung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

In der Zwischenzeit starteten weitere Helfer im Inneren des Gebäudes mit der Brandbekämpfung, doch aufgrund der stark lodernden Flammen und der extremen Hitze mussten die Einsatzkräfte ihr Vorhaben abbrechen und dem Feuer von außen zu Leibe rücken.

Windböen mit 70 km/h erschwerten Löscharbeiten
Da sich der Brand - nicht zuletzt aufgrund der starken Windböen mit rund 70 km/h - jedoch rasend schnell auf das gesamte Gebäude ausgebreitet hatte, wurden die Feuerwehren Brunn am Gebirge und Gießhübl zur Unterstützung nachalarmiert. Bei den Löscharbeiten kam auch ein Wasserwerfer zum Einsatz. Die Helfer hatten dennoch große Mühe, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, da der Brand durch die Böen immer wieder neu entfacht wurden.

"Für Brisanz sorgte die Meldung der Polizei, dass im Wohnhaus rund 30 Stück verschiedenster Waffen und Munitionen gelagert sein könnten und dadurch hohe Explosionsgefahr besteht", hieß es seitens der Feuerwehr. Dies war auch der Fall, wie sich wenig später herausstellen sollte. Waffen und Munition hätten sich jedoch in einem Safe befunden, hieß es.

Nach rund fünf Stunden zeigten die umfangreichen Löschmaßnahmen gegen 0.30 Uhr endlich Wirkung, aufgrund von Glutnestern musste jedoch das Dach des Hauses mit einem Greifer geöffnet werden. Knapp eine Stunde später waren schließlich die letzten Arbeiten abgeschlossen. Um bei einem Wiederaufflammen des Feuers sofort eingreifen zu können, wurde vor Ort eine Brandwache eingerichtet.

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