So, 21. April 2019
24.12.2017 08:13

Drohung aus Pjöngjang

Neue UNO-Sanktionen für Nordkorea ein „Kriegsakt“

Nordkorea hat die neuen UNO-Sanktionen gegen das Land als "Kriegsakt" bezeichnet. Die am Freitag beschlossenen Strafmaßnahmen würden eine "vollständige Wirtschaftsblockade" bedeuten. Den Unterstützern dieses Schrittes drohte Pjöngjang mit Bestrafung.

Durch die am Freitag im UNO-Sicherheitsrat einstimmig beschlossenen Sanktionen werden etwa Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an Nordkorea weiter begrenzt. Statt der ursprünglich ab 1. Jänner 2018 erlaubten zwei Millionen Barrel jährlich sind damit nur noch 500.000 Barrel dieser Erzeugnisse pro Jahr erlaubt.

Nordkorea hatte Ende November eine Interkontinentalrakete getestet und erklärt, diese könne das Festland der USA erreichen. Das höchste UNO-Gremium hatte erstmals 2006 Sanktionen gegen Nordkorea verhängt und diese zuletzt im September verschärft. Wirkung gezeigt hat bisher keine dieser Strafmaßnahmen.

Vor der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat hatte Nordkorea noch erneut US-Präsidenten Donald Trump ins Visier genommen: Dieser wolle mit seiner Sicherheitsstrategie erreichen, dass sich "die ganze Welt den Interessen der USA total unterwirft". Damit sei deutlich geworden, dass diese Politik nichts weiter sei als eine Proklamation der Aggression, die darauf abziele, die Welt zu beherrschen, erklärte das Außenministerium in Pjöngjang am Freitag über die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

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