Herr Landesrat, wie schaut die neueste Schadensbilanz aus?
"Traurigerweise gibt's nur eine Zwischenbilanz, da die Steiermark momentan ständig von Katastrophen heimgesucht wird. Doch in der Landwirtschaft, an Straßen, Gebäuden und Anlagen sind bereits Schäden in Höhe von 50 Millionen Euro entstanden. Da sind die Beschädigungen der Dächer noch gar nicht mitgerechnet."
Einen Bericht über die schweren Unwetter in der Nacht auf Freitag findest du in der Infobox!
Viele sagen, es gäbe jetzt immer mehr Wetterkapriolen. Wie ist Ihr Eindruck?
"Man muss klar und deutlich sagen, dass sich die Katastrophen verdichten. Klimasünden sind keine Kavaliersdelikte mehr. Das muss Konsequenzen für die Raumordnung haben, wir müssen den Hochwasserschutz verstärken, Alarmsysteme installieren."
Betroffene werfen der Politik vor, sie würde in Sachen Hochwasserschutz zu wenig tun. Stimmt das?
"Schauen Sie: Wir müssen auch bei der Bewusstseinsbildung ansetzen. Jeder Bürger hat die Verpflichtung, sich auf Hochwassersituationen vorzubereiten. Bund und Land haben für Maßnahmen 20 Millionen im Topf. Wir tun, was wir können."
Reichen die Mittel aus?
"Nein, die Schäden werden immer größer, Rückhaltebecken reichen nicht aus. Es muss jetzt endlich ein Umdenken einsetzen!"
In welchem Bereich?
"Der Klimaschutz muss Priorität haben, wir müssen die erneuerbare Energie forcieren. Die Natur verzeiht uns viel, aber wenn wir sie vergewaltigen, schlägt sie zurück."
Wo wird der Hochwasserschutz verstärkt?
"In Graz muss dringend etwas gemacht werden. Die Stadt ist in den vergangenen Jahren ja zubetoniert worden. Auch in der Oststeiermark haben wir noch großen Handlungsbedarf."
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