Schwimm-WM

Jukic-Geschwister verpassen Medaillenränge

Sport
29.07.2009 18:45
Die ersten österreichischen Final-Teilnahmen bei den Langbahn-Bewerben der Schwimm-WM in Rom haben am Dienstag die Räng sieben und sechs gebracht. Mirna Jukic blieb über 100 Meter Brust wie schon in Vorlauf und Semifinale unter ihrer bisherigen Bestzeit von 1:07,00 Minuten und verfehlte ihren am Vortag im Vorlauf fixierten OSV-Rekord um 17/100. Schon in ihren bisherigen Langbahn-WM-Finali über diese Distanz (2001 und 2003) war Jukic Siebente geworden. Mirnas Bruder Dinko erreichte wiederum in seinem ersten Langbahn-WM-Finale Rang sechs.

Die 23-jährige Mirna Jukic war in den Endlauf für ihre Verhältnisse sehr schnell gestartet, verbesserte bei der Wende in 31,35 Sekunden sogar ihren am 1. März aufgestellten nationalen 50-Meter-Rekord um 7/100. "Ich bin das mutig angegangen, das hätte ich mir gar nicht zugetraut", meinte der OSV-Star nachher dazu. In dem überaus schnellen Feld mit vier Endzeiten unter 1:06 Minuten war das dennoch nur Zwischenrang sechs gewesen, eine Position verlor sie dann noch.

Medaillenränge um genau eine Sekunde verpasst
Freilich war Jukic nicht enttäuscht, die Medaillenränge um exakt eine Sekunde verpasst zu haben. "An eine Medaille habe ich eigentlich gar nicht gedacht", verriet Österreichs aktuelle "Sportlerin des Jahres". Der EM-Titel und Olympia-Bronze vergangenes Jahr war ja eher eine Überraschung gewesen. "Ich fühle mich mehr auf den 200 Metern zu Hause, dafür sieht es gut aus. Aber auf jeden Fall war es ein super Finale, ein cooles Rennen."

Bruder Dinko holt Platz sechs
Der 20-Jährige Dinko wiederum schlug in Rom über 200 m Delfin in 1:55,08 Minuten an, womit er seinen am Vortag im Semifinale fixierten österreichischen Rekord um 56/100 verpasste. An den Medaillen schwamm Jukic aber ohnehin um 1,76 Sekunden vorbei. US-Superstar Michael Phelps verbesserte in 1:51,51 Minuten seinen knapp ein Jahr alten Weltrekord um 52/100.

Der Kurzbahn-Vizeeuropameister über diese Distanz war als Semifinal-Vierter mit gewissen Hoffnungen auf einen Top-Drei-Platz in diesen Endlauf gegangen, doch der neben ihm schwimmende Michael Phelps brachte ihn mit seinem unwiderstehlichen Weltrekordlauf etwas aus dem Konzept. Anstatt sich am US-Superstar zumindest etwas orientieren zu können, verlor Jukic das Gefühl für das eigene Tempo.

Schon bei Halbzeit des Rennens hatte er 1,95 Sekunden Rückstand und lag nur noch auf Rang sechs. Vorwerfen konnte sich der Student aber nichts. "Ich hatte mit dem Finale schon alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Ich habe von Anfang an gekämpft, bin ein volles Rennen gegangen. Schließlich bin ich jetzt Sechstbester auf der Welt." Im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2008 ist das in der Tat eine Steigerung um vier Plätze sowie die bisher beste OSV-Platzierung bei diesen Titelkämpfen.

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