Die Startruppe der St. Louis Blues hechelt weiterhin einem Play-off Platz hinterher. Grund genug für die Klubführung Trainerlegende Quenneville nach über 7-jähriger Tätigkeit für den Klub zu entlassen. Bei Minnesota könnte sich indes bald wieder eine Chance für Christoph Brandner auftun.
Bis vor wenigen Wochen hatte sich St. Louis,
der Klub von Teamgoalie Reinhard Divis, noch mit den Detroit Red
Wings um den Sieg in der Western Conference gematcht, dann kam
aber der Einbruch. Eine Niederlagenserie, Diskussionen um Torhüter
Chris Osgood usw... derzeit liegen die Blues nur mehr auf Rang
9 der Western Conference und damit einen Platz hinter den Play
Offs.
Die Teamführung von St. Louis hat nun die Notbremse
gezogen und Coach Quenneville gefeuert. Sein Nachfolger ist der
bisherige Assistant-Coach Mike Kitchen.
Quenneville konnte mit den Blues in knapp 7 Jahren
insgesamt 307 Partien gewinnen. In den Play offs ist seine Bilanz
mit 34-34 ausgeglichen.
Hoffnung für Christoph Brandner
Für einen weiteren Österreicher in der
NHL könnte es bald wieder aufwärts gehen. Am vergangenen
Wochenende traf Christoph Brandner im Dress der Houston Aeros
ein Mal und konnte zwei Assists verbuchen. Im Krone.at-Interview
sprach Minnesota Wild Coach Lemaire über die
Chancen Brandners, aus dem Farmteam wieder in die NHL geholt zu
werden: "Wir wissen, dass er derzeit in Houston sehr ordentlich
spielt. Aber leider scort er noch nicht so oft, wie wir uns das
vorstellen. Wenn wir Ausfälle haben werden wir ihn aber zurückholen."
Brandner hält derzeit bei vier Toren und drei Assists für
das Wild-Farmteam der Houston Aeros.
Droht der NHL ein Streik?
Indes geht es hinter den Kulissen der NHL noch heißer
her als am Eis. Der Grund: Mitte September läuft der Kollektivvertrag
für die Eishockeydcracks aus und die wollen eine beträchtliche
Steigerung ihrer Gehaltsobergrenzen für die nächste
Saison. Das ist aber kaum möglich, weil die meisten NHL-Klubs
schon jetzt tiefrote Zahlen schreiben. Allein im vergangenen Jahr
verbuchten alle 30 NHL-Klubs zusammen ein Minus von rund 240 Millionen
Euro) - der Grund: sinkende Zuschauerzahlen und Einschaltziffern.
Die Stars wollen trotzdem nicht auf eine Gehaltserhöhung
verzichten und könnten es im Herbst auf einen Streik ankommen
lassen, der sich letztlich sogar über zwei komplette Saisonen
ziehen könnte. Star-Cracks mit älterem "Baujahr" überlegen
deshalb bereits den Rücktritt, andere Stars könnten
sich vorübergehend in Europa nach einem Engagement umsehen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.