NHL

Neuer Trainer für Divis, Brandner muss warten

Sport
25.02.2004 11:16
Die Startruppe der St. Louis Blues hechelt weiterhin einem Play-off Platz hinterher. Grund genug für die Klubführung Trainerlegende Quenneville nach über 7-jähriger Tätigkeit für den Klub zu entlassen. Bei Minnesota könnte sich indes bald wieder eine Chance für Christoph Brandner auftun.
Bis vor wenigen Wochen hatte sich St. Louis, der Klub von Teamgoalie Reinhard Divis, noch mit den Detroit Red Wings um den Sieg in der Western Conference gematcht, dann kam aber der Einbruch. Eine Niederlagenserie, Diskussionen um Torhüter Chris Osgood usw... derzeit liegen die Blues nur mehr auf Rang 9 der Western Conference und damit einen Platz hinter den Play Offs.
 
Die Teamführung von St. Louis hat nun die Notbremse gezogen und Coach Quenneville gefeuert. Sein Nachfolger ist der bisherige Assistant-Coach Mike Kitchen.
 
Quenneville konnte mit den Blues in knapp 7 Jahren insgesamt 307 Partien gewinnen. In den Play offs ist seine Bilanz mit 34-34 ausgeglichen.
 
Hoffnung für Christoph Brandner
Für einen weiteren Österreicher in der NHL könnte es bald wieder aufwärts gehen. Am vergangenen Wochenende traf Christoph Brandner im Dress der Houston Aeros ein Mal und konnte zwei Assists verbuchen. Im Krone.at-Interview sprach Minnesota Wild Coach Lemaire über die Chancen Brandners, aus dem Farmteam wieder in die NHL geholt zu werden: "Wir wissen, dass er derzeit in Houston sehr ordentlich spielt. Aber leider scort er noch nicht so oft, wie wir uns das vorstellen. Wenn wir Ausfälle haben werden wir ihn aber zurückholen." Brandner hält derzeit bei vier Toren und drei Assists für das Wild-Farmteam der Houston Aeros.
 
Droht der NHL ein Streik?
Indes geht es hinter den Kulissen der NHL noch heißer her als am Eis. Der Grund: Mitte September läuft der Kollektivvertrag für die Eishockeydcracks aus und die wollen eine beträchtliche Steigerung ihrer Gehaltsobergrenzen für die nächste Saison. Das ist aber kaum möglich, weil die meisten NHL-Klubs schon jetzt tiefrote Zahlen schreiben. Allein im vergangenen Jahr verbuchten alle 30 NHL-Klubs zusammen ein Minus von rund 240 Millionen Euro) - der Grund: sinkende Zuschauerzahlen und Einschaltziffern. Die Stars wollen trotzdem nicht auf eine Gehaltserhöhung verzichten und könnten es im Herbst auf einen Streik ankommen lassen, der sich letztlich sogar über zwei komplette Saisonen ziehen könnte. Star-Cracks mit älterem "Baujahr" überlegen deshalb bereits den Rücktritt, andere Stars könnten sich vorübergehend in Europa nach einem Engagement umsehen.
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