"Happy bei Brawn"

Wurz dementiert mögliches Comeback bei Renault

Sport
23.04.2009 22:56
Alexander Wurz hat angebliche Comeback-Absichten als Formel-1-Pilot bei Renault deutlich dementiert. "Da ist absolut nichts dran. Ich habe einen Vertrag mit Brawn GP und bin darüber sehr happy, weil ich dort auch gleichzeitig meine Le-Mans-Pläne umsetzen kann. Ich spreche mit niemand anderem, ich strebe nicht nach einem Comeback in der Formel 1", sagte der österreichische Autorennfahrer am Donnerstag.

Wurz hatte schon Ende 2007 dezidiert festgehalten, dass er sich keine ganze Formel-1-Saison mehr antun werde. Danach war der Niederösterreicher von Williams als Test- und Reservefahrer zu Honda gewechselt, wo er nach dem Verkauf an Ross Brawn nun als Berater, Tester und Entwickler tätig ist. Zudem bestreitet Wurz auch 2009 auf Peugeot den Langstrecken-Klassiker in Le Mans.

Piquet bei Renault am Schleuderstuhl
Zuletzt hatten freilich vor allem spanische Medien berichtet, das Renault-Formel-1-Team würde sich demnächst vom notorisch erfolglosen Brasilianer Nelson Piquet Jr. trennen und hätten dabei als Ersatz neben dem Japaner Takuma Sato auch den 35-jährigen Österreicher ins Gespräch gebracht. Gerüchte, die Wurz bei seinem Dementi auch als "mühsam" bezeichnete. Dass gerade in der Formel 1 heftige Dementis von Gerüchten fast schon als Bestätigung gewertet werden dürfen, kostete ihn ein Lächeln. "Nein, sicher nicht", beteuerte Wurz, der seinerzeit eher im Unfrieden von Benetton/Renault und Teamchef Flavio Briatore geschieden war.

Know-How als Fahrzeugentwickler gefragt
Vielmehr sei er mit seiner derzeitigen Situation bei Brawn GP sehr happy. "Mir macht die Entwicklungsarbeit dort unglaublichen Spaß", sagte der exzellente Fahrzeugentwickler, der maßgeblich daran beteiligt war, dass sein Team zu Saisonbeginn 2009 sensationell das beste Auto im Feld stellte. Wurz' technisches Know-How und speziell sein Wissen um den "Wunder-Diffusor" könnte auch ein Grund sein, warum sich nach wie vor andere Formel-1-Teams um den Österreicher bemühen.

"Brawn GP nicht nur wegen Diffusor erfolgreich"
Wurz stellte bei dieser Gelegenheit aber neuerlich klar, dass nicht nur der umstrittene Doppel-Diffusor Grund für die starke Performance von Brawn GP sei. "Der ist ja nur Teil eines Fahrzeug-Konzeptes. Dass es da um mehr geht, beweist ja derzeit auch Red Bull Racing." Der Brawn-Bolide sei deshalb so gut gelungen, weil man dort im Vorjahr als erstes Team auf die veränderte Regelsituation reagiert und frühzeitig begonnen habe, das Auto mit extremer Intensität zu entwickeln. "Ich war der erste, der mit Slicks gefahren ist. Wir haben sicher drei Mal so viel Arbeitsstunden investiert wie andere", so Wurz.

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