Die Situation sei angesichts der Maßnahmen zur Kostenreduktion in der Rennserie derzeit günstig, erklärte Lola am Mittwoch. "Lola hat ein Projekt gestartet, das die technischen, administrativen und operativen Maßnahmen eines solchen Schritts prüfen soll", vermeldeten die Engländer auf ihrer Homepage.
Lola zuletzt 1997 erfolglos in der Formel 1
Lola fungierte ab den 1960er-Jahren für verschiedene Formel-1-Teams als Lieferant von Fahrgestellen und versuchte sich 1997 unter eigenem Namen erfolglos als Rennstall. Erfolgreicher gestalten sich für das Team indes die Auftritte in diversen anderen Rennserien im Sportwagenbereich (24-Stunden-Rennen von Le Mans) oder bei den US-amerikanischen Indy-Cars (im Bild der Wiener Philipp Peter mit einem Lola-Renner).
"Die Ankündigung, dass sich Formel-1-Teams ab der Saison 2010 für eine umsichtige, verantwortungsvolle und kostenreduzierte Finanzgebarung entscheiden können, hat uns zur Entscheidung geführt, die Möglichkeit der Entwicklung eines eigenen Wagens zu prüfen", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende von Lola, Martin Birrane. Eine Anmeldung könne in den kommenden Wochen erfolgen.
Dave Richards will Aston Martin in der Formel 1
Bei Aston Martin bestätigte David Richards, der ehemalige Teamchef der Formel-1-Teams Benetton und BAR und nunmehrige Vorsitzende bei Aston Martin, am Donnerstag im Vorfeld des Grand Prix von Bahrain entsrpechende Einstiegsüberlegungen. Voraussetzung dafür ist die vom Internationalen Automobil-Verband (FIA) angestrebte Regelung von Budgetobergrenzen für Rennställe.
"Wir erwägen derzeit sehr ernsthaft, 2010 in die Formel 1 einzusteigen, sofern es kommerziell machbar ist und wir voll wettbewerbsfähig sind", betonte Richards. "Außerdem ist es für uns wichtig, dass sich unsere Investitionen auf lange Sicht auszahlen, wir also diese auf anderen Wegen einmal zurückbekommen."
Motorpartner Cosworth für Aston Martin offenbar fix
Auch bezüglich der Motorenfrage hat sich Richards schon seine Gedanken gemacht und mit Cosworth als möglichen Partner bereits einen Namen genannt. Ob die "James-Bond-Marke" Aston Martin tatsächlich nächstes Jahr in der Königsklasse des Motorsports mitkämpfen wird, hängt aber in erster Linie davon ab, ob die FIA tatsächlich eine optionale Budgetobergrenze von 33,8 Millionen Euro für das kommende Jahr beschließen wird. "Das wäre die Basis für eine echte Revolution in diesem Sport", meinte Richards.
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