"Das ist eine kriminelle Szene, die nicht davor zurückschreckt, sich zu rächen", erklärte Holdhaus. "Ich bin auch schon oft bedroht worden, weil sie in mir eine Gefahr sehen. Dass ich zu viel weiß oder Sportlern auf die Spur komme, dass sie dopen."
Zettel hinter Windschutzscheibe
Zuletzt habe er im vergangenen Jahr Drohungen erhalten. "Diese Aussagen werden anonym übermittelt oder mit einem Zettel hinter der Windschutzscheibe. Darauf stand dann zum Beispiel, ich sollte mir überlegen, was ich weiter sage oder tue. Für diese Leute, die im Hintergrund tätig sind, bedeutet das eine Geschäftsstörung." Bis jetzt habe er vor seiner Frau über diese Vorkommnisse geschwiegen. "Ich war auch nicht bei der Polizei, ich wollte es nicht hochspielen. Sollte es aber jetzt noch einmal vorkommen, würde ich zur ,SoKo Doping' gehen."
Hütthalers Ex-Freund mit Klage gedroht
Holdhaus wehrte sich in der Radio-Sendung auch gegen die Anspielungen von Michael Dimmel, dem Ex-Freund der wegen Dopings gesperrten Triathletin Lisa Hütthaler, er würde in der Dopingszene ein doppeltes Spiel spielen. "Ich habe mit der Frau Hütthaler ein einziges Mal in meinem Leben zu tun gehabt, da wollte sie wissen, wie eine Dopingkontrolle ordnungsgemäß abzulaufen hat", entgegnet Holdhaus - und drohte mit einer Klage: "Michael Dimmel ist aufgefordert, sich öffentlich zu entschuldigen, ansonsten werden morgen (Montag, Anm.) zivilrechtliche und strafrechtliche Verfahren eingeleitet wegen Verleumdung, übler Nachrede und dergleichen mehr."
Triathletin am Montag wieder vor NADA
Hütthaler wird sich laut Angaben ihres Anwalts Christian Flick am Montag erneut vor der Rechtskommission der österreichischen Anti-Doping-Agentur (NADA) verantworten. Die Anhörung der Triathletin findet ab 10.00 Uhr im Haus des Sports in Wien statt. Was konkret Thema der Anhörung sein wird, darüber konnte Flick keine Auskunft geben, er rechnet aber damit, dass es "eine Summe von allen" ist.
Die Sportlerin war am 23. Oktober 2008 von der NADA-Rechtskommission wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden, die 25-Jährige hatte damals ihre Unschuld beteuert. Mittlerweile hat sie jahrelanges Doping mit diversen Substanzen gestanden, möglicherweise könnte bei einer Zusammenarbeit mit der NADA eine Reduktion der Sperre erwirkt werden (Kronzeugenregelung).
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