Kuusamo mit seinen wechselnden Windbedingungen durfte nicht als absoluter Gradmesser für die Sprungform herangezogen werden. Die von den Schanzen so starken Österreicher waren noch nicht vorne dabei, vor allem Christoph Bieler (am Sonntag Gesamt-Elfer, im Foto links) und Bernhard Gruber (21.), die Zweifach-Sieger der vergangenen Saison, haben noch Aufholbedarf. Auch im Langlauf, wo Bieler mit seiner Form noch nicht zufrieden ist und Gruber nach einer Schulterluxation noch Rückstand aufweist.
Denifl kam in den ersten zwei Bewerben mit dem Einheitsformat (ein Sprung/10 km Langlauf) hingegen bis auf einen Rang an seine beste Weltcup-Platzierung (5. in Chaux-Neuve im Jänner 2003) heran. Der Stubaitaler, der in seiner Laufbahn von schweren Verletzungen (u.a. Wadenbeinbruch und Bänderrisse im Knöchel) zurückgeworfen worden war, ist reif für einen Spitzenplatz. "In Summe bin ich über den Verlauf des Auftaktes sehr glücklich und freue mich auf die kommenden Herausforderungen", sagte er.
"Er hat konstant gute Leistungen gebracht"
ÖSV-Cheftrainer Alexander Diess war mit dem Auftakt mit Abstrichen zufrieden. Denifl hatte sich jedenfalls Lob verdient. "Er hat konstant gute Leistungen gebracht und hat sich durch nichts aus dem Konzept bringen lassen", sagte der Coach. Im Springen ("Wir haben noch lange nicht ausgelernt, da wäre mannschaftlich wesentlich mehr drin gewesen") sollen die Diess-Schützlinge im Training in Trondheim ab Dienstag einen Schritt nach vorne machen.
Die Finnen zeigten, dass sie auch ohne den zurückgetretenen vierfachen Weltcup-Gesamtsieger Hannu Manninen gewinnen können. Koivuranta siegte vor Ryynänen, der am Vortag hinter dem deutschen Pokalverteidiger Ronny Ackermann (am Sonntag 12.) ebenfalls 2. war - beide führen gemeinsam die Weltcupwertung an.
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