"Ein komisches Rennen, völlig irre", kommentierte Andreas Linger den zweiten Platz. Zwei Mal die fünftbeste Laufzeit genügte den Olympiasiegern, um auf das Podest zu fahren. "Der Föhnsturm im zweiten Lauf war schon extrem, während der Fahrt habe ich gedacht, mit unserem Schlitten sei etwas nicht in Ordnung." Umso mehr strahlten die Tiroler nach dem Rennen.
Zufrieden zeigten sich auch Tobias und Markus Schiegl mit dem dritten Rang, auch wenn Tobias, der mit seinem Cousin in seine 17. Weltcupsaison gestartet ist, im Ziel wusste, dass viel mehr möglich gewesen wäre. "Im zweiten Lauf haben wir den Start verhaut, touchierten, wäre dies nicht passiert, dann wäre sogar der Sieg möglich gewesen", sagte Tobias Schiegl, der beim Weltcupauftakt trotz des Missgeschicks positive Dinge fand: "Unsere Vorbereitung ht gepasst. Wir wissen, dass die Rodel in diesem Jahr sicherlich sehr gut ist."
Das dritte österreichische Doppel mit Peter Penz und Georg Fischler hatte im zweiten Durchgang einen schweren Fehler und fiel vom vierten auf den siebenten Rang zurück.
Zufrieden war auch Österreichs Nationaltrainer Rene Friedl, auch wenn es für den Sieg nicht ganz reichte. "Mit zwei Podestplätzen hätte ich nicht gerechnet", sagte der Deutsche, dessen Landsleute und Weltcup-Titelverteidiger Patric Leitner/Alexander Resch nur Rang fünf erreichten. "Es hat bei uns schon Saisonauftakte gegeben, da standen wir im Ziel und rätselten, was wir falsch gemacht haben. Diesmal wissen wir, es hat alles geklappt".
Einzelrennen am Sonntag
Am Sonntag wird der Weltcup mit den beiden Einzelrennen fortgesetzt. Bei den Damen will das Deutsche Quartett um Weltcupsiegerin Tatjana Hüfner ihre stolze Siegesserie von 81 Siegen in Folge verteidigen. Am Samstag war es elf Jahre her, dass die Vorarlbergerin Andrea Tagwerker in Königssee (GER) als letzte Nichtdeutsche triumphierte. Vom Sieg will das österreichische Damen-Duo mit Nina Reithmayer und Veronika Halder beim Heim-Weltcup nicht reden. "Aber wir sind gut drauf, ärgern wollen wir die Deutschen auf jeden Fall."
Bei den Herren gilt der Südtiroler Armin Zöggeler, der in dieser Saison seinen achten Gesamtweltcupsieg einfahren will, als der große Favorit, nachdem der deutsche Weltmeister Felix Loch wegen einer Schulterverletzung passen muss. Auf seiner inoffiziellen "Hausbahn" fürchtet Zöggeler vor allem David Möller (GER) und Albert Demtschenko (RUS). Österreichs Nummer eins, Daniel Pfister, traut sich zu, auf das Podest zu fahren.
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