LASK Linz - SK Sturm Graz 0:3 (0:1)
Haas eröffnete die Partie mit einem Paukenschlag, segelte schon in der vierten Minute nach einer gefühlvollen Flanke von Muratovic zum Flugkopfball und der Grazer Führung - die zugleich den zehnten Saisontreffer des "Oldies" bedeutete. Im Gegenzug scheiterte Salmutter alleine vor Gratzei, die Partie blieb in der Folge flott. Der LASK, bei dem Wisio anstelle Baurs in die Innenverteidigung gerückt war, agierte ambitioniert, war sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Chancen von Mayrleb (Kopfball, 27.), Vastic (33.) und Wisio (44.) legten davon ebenso Zeugnis ab, wie zweimal Elferalarm im Grazer Strafraum durch Vastic bzw. Klein.
8.100 Fans erlebten nach dem Seitenwechsel ein nur noch mäßiges Spiel, in dem Unsicherheiten auf beiden Seiten sichtbar wurden. Pichler, der in der 67. Minute für Mayrleb kam, sorgte zwar für etwas Schwung und zwei Chancen für die Hausherren, spätestens nach der Roten Karte in der 76. Minute für Saurer, der Hlinka gefällt hatte, erlahmten die Bemühungen der Oberösterreicher aber sichtlich.
In der 80. Minute führten die Steirer schließlich die endgültige Entscheidung herbei. Wieder war es eine Flanke von Muratovic, wieder ein Kopfball - diesmal aber von Stankovic - der den Weg in Cavlinas Kasten fand. Der nur zwei Minuten zuvor eingewechselte Scherrer machte den klaren Sieg in der 94. Minute perfekt - der 21-Jährige traf vom Sechzehner via Innenstange.
SV Josko Fenster Ried - FC Red Bull Salzburg 2:2 (0:1)
Die Rieder waren in der ersten Spielhälfte zumeist klar am Drücker. Aus einer sicher stehenden Defensive versuchten es die Innviertler auffällig oft, Salzburg-Goalie Arzberger auf dem nassen Rasen mit Fernschüssen zu überraschen, doch Mader (1.), Lexa (5., 14.), Kujabi (9.), Drechsel (22., 45.), Ulmer (27.) und Nacho (35.) scheiterten. Zudem verpasste ein Stocklasa-Kopfball nur knapp das Ziel (35.). Vor dem Rieder Tor war vergleichsweise wenig los. Janko zeigte sich erstmals mit einem Schuss, bei dem Gebauer keine Probleme hatte (20.).
Beim zweiten Versuch hatte Janko dann aber keine Mühe mehr, seine eindrucksvolle Trefferserie fortzusetzen und seinen Marktwert weiter zu steigern. Nach einem fatalen Drechsel-Fehlpass bediente Pitak Janko und dieser verwandelte aus sieben Metern fast traumwandlerisch sicher flach ins linke Eck (29.). Demonstrativ küsste Janko das Salzburger Club-Wappen, der 25-Jährige scheint also trotz des möglichen Aufstiegs zu einem Club in England, Deutschland, Spanien oder Italien noch mit Herz und Seele ein Bulle zu sein.
Nach der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Gleich nach Wiederbeginn gelang den Riedern der verdiente Ausgleich. Ähnlich wie Drechsel leistete sich dabei Sekagya einen groben Fehlpass, Drechsel bediente Nacho und der Spanier bezwang den alles andere als glücklich agierenden Arzberger aus 18 Metern (48.). Nur fünf Minuten später war - nach Glasner-Schnitzer - wieder Janko-Time, der Ausnahmestürmer schien den Ball zunächst bereits verstolpert zu haben, "vernaschte" dann aber sehenswert Goalie Gebauer und schoss trocken ins lange Eck ein (53.). Der neuerliche Ausgleich gelang fast im Gegenzug, Kujabi traf von knapp außerhalb des Strafraums platziert und flach ins linke Eck (56.). In der Schlussphase hatten die Rieder Chancen durch Ulmer (68., 91.) und Drechsel (72.), Bodnar (77.) und Janko (86., 93.) hätten das Match zugunsten der Gäste entscheiden können.
SK Austria Kelag Kärnten - Cashpoint SCR Altach 2:1 (0:0)
Altach trat in der Hypo Group Arena ohne Stürmerstar Ailton an, der offiziell wegen Nackenproblemen fehlte. Anstelle des Brasilianers absolvierte der erst 17-Jährige Orhan Ademi seinen ersten Liga-Einsatz von Beginn weg. Vor nur 7.500 Zuschauer fanden die Vorarlberger in einer schwachen Partie mit vielen Fehlpässen auch die erste zählbare Möglichkeit vor, Stückler (12.) verzog nach einem Eckball.
Die nun seit vier Heimspielen ungeschlagene Kärntner Austria, von Trainer Frenkie Schinkels mit einem 3-4-3-System auf Feld geschickt, fand erst langsam ins Spiel. Die Hausherren zeigten kaum Bewegung im Spiel, Patrick Wolf (33., 44.) sorgte für die wenigen Schreckmomente im Strafraum der Altacher. Nach einer ereignislosen ersten Spielhälfte nahm die Partie erst nach Seitenwechsel Fahrt auf.
Zunächst machten die Hausherren Druck, der eingewechselte Nuhiu (54.) köpfte den Ball nach einem von Altach-Torhüter Michl nur kurz abgewehrten Wolf-Schuss über das Tor. Die Elf des Schweizers Urs Schönenberger zeigte sich aber im Konter gefährlich. Nachdem Mattle (63.) eine Karatay-Hereingabe noch knapp verfehlt hatte, schlug der Stürmer nach mustergültiger Vorarbeit erneut von Karatay drei Minuten später zu. Kärnten setzte nun voll auf Offensive und wurde spät belohnt. Just, nachdem Karatay die Möglichkeit auf die Entscheidung vertändelt hatte, traf Verteidiger Ortlechner nach einem Junuzovic-Freistoß. Der Brasilianer Adi, der schon beim 3:0 in Altach zweimal getroffen hatte, schaffte nach einem Solo in der 89. Minute noch die endgültige Wende.
Kapfenberger SV Superfund - SV Mattersburg 2:1 (2:0)
Mattersburg-Goalie Stefan Bliem stand von Beginn an im Mittelpunkt. Der 25-Jährige hielt einen Kopfball des nach einem Lienhart-Corner in guter Position völlig alleingelassenen Taboga (12.), parierte einen Schuss von Osoinik zur Ecke (14.) und wehrte einen von Liendl aus 20 Metern gefühlvoll über die Mauer getretenen Freistoß an die Latte ab (18.). In der 22. Minute musste sich die neue Mattersburger Nummer eins aber geschlagen geben. Eine missglückte Rückgabe von Sedloski konnte Bliem im Rutschen zwar noch wegschlagen, den darauffolgenden Schuss von Felfernig lenkte Kozelsky aber zum 1:0 in die Maschen ab. Die Burgenländer waren auch in der Folge vollkommen harmlos und wurden für ihre schwache Vorstellung bestraft. Nach einem Eckball von Lienhart traf Taboga per Hinterkopf zum 2:0 (38.).
Zur Pause dürfte es in der SVM-Kabine ein verbales "Donnerwetter" von Coach Lederer gegeben haben, zumindest kamen seine Schützlinge hochmotiviert und deutlich verbessert aufs Feld. KSV-Goalie Susko konnte einen Lindström-Schuss (51.) noch zur Ecke abwehren, musste aber zwei Minuten später den Ball aus dem Netz holen. Nach einem Csizmadia-Freistoß kam der Ball via Sedloski zu Wagner, der Osoinik mit einem Haken aussteigen ließ und den Anschlusstreffer (53.) erzielte.
Die Burgenländer, bei denen der zuletzt formschwache Carsten Jancker 90 Minuten auf der Bank schmoren musste, drängten daraufhin auf den Ausgleich, fanden aber kaum Topchancen vor. Im Gegensatz dazu hatten die Steirer einige Male in Kontersituation die Möglichkeit auf das 3:1, der eingewechselte Bernd Bernsteiner schoss allerdings bei der besten Chance aus kurzer Distanz daneben (79.).
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