27.10.2008 12:47 |

Angst vor Fluch

Wegen Finanzkrise mehr Raben im Tower

Der Legende nach geht das britische Königreich zugrunde und das Land gerät in eine schwere Krise, wenn weniger als sechs Raben den Tower von London bewohnen. Wegen der Finanzkrise, die derzeit auch Großbritannien schwer in Mitleidenschaft zieht, haben sich nun viele Menschen Sorgen gemacht, dass der 350 Jahre alte Fluch sich bewahrheiten könnte. Die Tower-Verwaltung hat deshalb veranlasst, vier weitere Raben „auf Vorrat“ anzuschaffen.

Unter der Regentschaft von König Karl II. kam der Aberglaube auf, dass wenn die Raben den Tower verlassen, die Monarchie und das gesamte Königreich fallen würden. Seither werden  in dem riesigen Gebäudekomplex an der Themse, der unter anderem die britischen Kronjuwelen beherbergt, ständig sechs Kolkraben gehalten. Derzeit sorgen die Raben Gwyllum, Thor, Hugine, Munin, Branwen und Baldrick dafür, dass das britische Reich bestehen bleibt.

Gundolf und Hugine bereits eingezogen
Für den Fall, dass einer der Vögel verendet, war es bisher üblich, dass ein Rabe „auf Vorrat“ immer Vorort war. Angesichts der Finanzkrise wurden jetzt aber vier weitere Raben angeschafft, um das Königreich zu sichern. Die zwei sechs Monate alten Vögel Gundolf und Hugine sind bereits eingezogen. Zwei weitere Raben kommen nächste Woche dazu.

Die Yeomen hüten die Vögel
Gehütet werden die Raben von den so genannten Yeomen. Diese ehemaligen britischen Elitesoldaten bewachen den Tower, machen Führungen, kümmern sich um die Raben und wohnen dort.

Ravenmaster Derrick Coyle (Foto oben), er ist dafür zuständig, den Vögeln die Flügel zu stutzen, damit sie nicht davonfliegen können sagt: „Ich glaube an den Fluch. Es heißt, wenn die Zahl jemals unter sechs fällt, wird der Tower fallen und großes Unglück kommt über unsere Nation. Mit den zusätzlichen Vögeln fühlen wir uns einfach sicherer.“

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