So, 23. September 2018

ÖVP zurechtgestutzt

17.10.2008 10:58

"Nicht sofort in eine große Koalition stolpern"

Hermann Schützenhöfer hat eine aufs Haupt bekommen. Die ÖVP wollte es "denen in Wien" in Sachen Koalition zeigen. Doch der Aufstand gegen die Verhandlungen mit der SPÖ wurde vom Bundesvorstand im Keim erstickt. Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger befragten Hermann Schützenhöfer nach Gründen für die Steirer-Schlappe.

Herr Landeshauptmann, ist Steirerblut mittlerweile Himbeersaft? Im ÖVP-Bundesparteivorstand sind Sie mit der Oppositionsforderung der Steirer kräftig abgeblitzt.
"Ich habe den Bundsparteivorstand in aufrechtem Gang verlassen. Und: Steirerblut wird nie Himbeersaft sein!"

Offensichtlich waren sich nicht einmal die vier Steirer im Vorstand einig. Der Grazer Bürgermeister hat ja anders gestimmt. Heißt das auch, dass es innerparteilich zwischen Ihnen und Siegfried Nagl kriselt?
"Absolut nicht. Zu Siegfried Nagl haben wir ein ausgezeichnetes Verhältnis, er ist erfolgreicher Bürgermeister in Graz."

Nach der letzten Wahl im Jahr 2006 saßen Sie noch im Verhandlungsteam, jetzt ist das einstige schwarze Kernland Steiermark ja überhaupt nicht mehr vertreten. Tut das weh?
"Ich wollte nicht ins Verhandlungsteam. Und andere Steirer auch nicht."

Wie schaut's konkret mit der Stimmung an der Basis aus? Sie haben ja gerade mit Peter Ulram (ein prominenter Meinungsforscher, Anmerkung der Redaktion) konferiert.
"Wir haben die Wahlniederlage verstanden, deshalb fordern wir ja auch die Einbindung der Basis in die weiteren Entscheidungen."

Ihre ganz persönliche Einschätzung, wird's bald die große Koalition neu geben?
"Für die steirische Volkspartei ist es eine Frage der Selbstachtung, nicht sofort wieder in die Neuauflage von SPÖ und ÖVP hineinzustolpern."

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