So, 19. August 2018

"Anschläge geplant"

27.09.2008 19:52

Haftbefehl gegen Terrorverdächtige erlassen

Terroralarm in Deutschland: Das Amtsgericht Bonn hat Haftbefehl gegen die beiden Terrorverdächtigen erlassen, die am Freitag am Kölner Flughafen festgenommen wurden. Die aus Somalia stammenden Männer hätten in naher Zukunft Anschläge geplant, sagte Oberstaatsanwalt Fred Apostel am Samstag.

Beim Bundeskriminalamt gingen unterdessen 65 Hinweise auf die beiden anderen Terrorverdächtigen Eric Breininger (unteres Bild) und Houssain al-Malla (oberes Bild) ein, die auf dem Weg nach Deutschland sein sollen. Sie würden sorgfältig geprüft, sagte ein Sprecher. Einzelheiten wollte er nicht nennen. Der Aufenthaltsort der beiden mutmaßlichen Islamisten war nach den Worten des deutschen Innenministers Wolfgang Schäuble weiter unklar.

Die Sicherheitsbehörden befürchten, dass der Deutsche und sein libanesischer Freund hier Anschläge planen könnten. Beide hatten sich nach Erkenntnissen der Ermittler dafür in Terrorlagern im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ausbilden lassen. Sie werden der extremistischen Islamischen Jihad-Union (IJU) zugerechnet und inzwischen mit Haftbefehl gesucht. Die Ausbildung im Terrorlager allein ist nach deutschem Recht allerdings nicht strafbar, was Experten kritisieren.

Verdächtige waren auf Weg in Terrorlager oder den Kampf
Die beiden Terrorverdächtigen waren am Kölner Flughafen festgenommen worden. Die Männer waren nach Erkenntnissen der Ermittler entweder auf dem Weg zur Ausbildung in ein Terrorlager oder wollten direkt in den Kampf in Ostafrika ziehen, als sie aus dem Flugzeug geholt wurden.

Ganze Reihe Männer in Deutschland wollten in Krieg ziehen
Die beiden Männer gehören nach einem Bericht des "Spiegel" zu einer Gruppe junger Fanatiker aus der Region Bonn, die der Bundesverfassungsschutz schon seit Wochen im Visier hatte. Neben den beiden Festgenommenen, die die Vorhut bildeten, habe offenbar eine ganze Reihe der Islamisten in den Kampf ziehen und ausreisen wollen. Einige hätten bereits ihre Wohnungen gekündigt und sich von ihren Freunden verabschiedet, berichtete das Magazin.

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